Etwa Ende Januar haben wir uns auf ein kleines Abenteuer gemacht. Geplant war es schon eine Weile und nun war die Zeit gekommen, wo es endlich losgehen konnte. Morgens wurde noch schnell alles Nötige gepackt, Brote mussten noch geschmiert werden, Karotten geschält und Äpfel abgewaschen (irgendwie kam mir das alles bekannt vor von frühere Tagen als ich noch regelmäßig in Südtirol Bergsteigen war…) doch dann war auch alles fertig und im Auto. Los ging es Richtung Cape Point zu unserer Übernachtungsstätte 13 km entfernt. Wir waren ein bisschen spät gestartet und so am Eingang eine Stunde zu spät, aber das war nicht ganz so schlimm. Tickets geholt und unsere Rucksäcke abgegeben, die wir nicht brauchen konnten (die wurden mit einem Auto nachgebracht)… dann ging es los, und zwar zu Fuß, nicht wie jeder andere mit dem Auto. Wir haben unsere Autos am Eingang vom Natur Reservat in dem auch Cape Point und Cape of Good Hope ist gelassen und uns zu Fuß auf eine lange Wanderung gemacht. Gestartet sind wir gegen 10.30am. Mit von der Partie waren eigentlich alle (Anil, Jakob, Freddie, Lina, Marie, Allison, Phillip – ein Freund von Anil – und ich) außer Johanna, die leider krank im Bett zu Hause bleiben musste. Ein kleines Stück ging es die Straße entlang, doch sehr bald konnten wir diese verlassen und auf einen kleinen Pfad überlaufen. Dieser Weg führte uns über Stock und Stein, mal hoch und dann wieder runter, aber eigentlich die ganze Zeit direkt am Rand der Klippen über dem Meer entlang. Es war wunderschön, die Landschaft wirklich unglaublich. Wir sind an einem schönen Strand vorbei gekommen, wo wir kurz eine Rast gemacht haben, um zu verschnaufen. Dann sind wir weiter und vor uns sind ein paar richtig schöne Strauße über die Straße gerannt mit ihren hoch erhobenen stolzen Hälsen und Köpfen. Am Anfang hab ich noch gedacht ich könnte auch mit normalen Turnschuhen laufen, es ist ja was für Touristen gewesne, doch dann war ich froh meine Wanderschuhe angezogen gehabt zu haben. Denn es war schon recht holprig, uneben und anstrengend. Der Weg war für 6 Stunden ausgeschildert und wir haben noch großspurig gemeint, das wäre doch nur für die die einen gemütlichen Spanziergang machen, wir brauchen nur 3-4 stunden. Pustekuchen, am Ende waren wir wirklich gute 6 Stunden unterwegs.
Naja gewohnt haben wir in ein paar wunderschönen Hütten hoch oben über dem Meer, mit Blick auf beide Seiten. Plötzlich waren da dann die Affen…. Schnell alle Türen und Fenster zu….leider hatten wir eins vergessen und sie waren schon drinnen, haben Lina´s Rucksack stibitzt und draußen vor dem Fenster angefangen auseinander zu nehmen, doch haben wir sie schnell genug davon verscheucht und nichts war weg. Aber eine Gaudi war es auf jeden Fall. Dann konnten wir einen traumhaften Sonnenuntergang beobachten. Jonas und ich sind noch ein bisschen höher und auf ein paar Felsen geklettert, während die anderen an der Hütte geblieben sind. Es war alles so unglaublich still, wir waren alleine in der Natur, das war unglaublich. Man konnte den Wind rauschen hören und die Wellen weit unten auf die Felsen schlagen und wenn man die Augen schloss waren da so wunderbar viele Geräusche wie z.B. Grillengezirpe. Wenn man in Khayelitsha wohnt vergisst man manchmal, dass es auch so was noch gibt. Ein kühles Hunters (Cidre) und ein traumhafter Sonnenuntergang, was will man mehr?!
Denn Abend haben wir dann mit einem gemütlichen Braai verbracht – wir hatten Nudelsalat und Fleisch mitgebracht und der Grill war um die Hausecke. Dann noch ein gemütliches Feuerchen, Freddie mit der Gitarre und wir kräftig am Singen und später noch auf einer Matratze unter dem schönsten Sternenhimmel seit langem. Traumhaft!
Und ihr glaubt es kaum, aber ich habe es, trotz aller Anstrengung am Vortag und dem langen bis spät in die Nacht hinein gehenden Abend doch wirklich geschafft um 5am aufzustehen um auch noch den Sonnenaufgang zu genießen. Diesmal ging es zur anderen Aussichtsseite, aber wieder auf Felsen. Irgendwann kam Jonas total verschlafen angerannt, denn er wollte auch noch was mitbekommen… wieder mal eine unglaubliche Stimmung, und so ganz anders wie am Abend. Doch ist es nicht unglaublich wie viel auch das eigene Bewusstsein damit zu tun hat, denn ich weiß ja wann nun Sonnenauf- oder untergang ist und verbinde somit auch eine bestimmte Stimmung damit, mein Körper reagiert ganz anders. Aber es war richtig schön in der Stille dazusitzen und um sich herum alles erwachen zu spüren.
Dann wurde auch schon bald gefrühstückt. Um 9am kamen dann die Leute vom Eingang um unsere überschüssigen Sachen wieder mitzunehmen und wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht zum Cape Point und von dort weiter zum Cape of Good Hope.
Danach ging es wieder nach Hause zurück mit den Autos. Jonas und Freddie waren schon vorgegangen und vom C-o-G-H zum Eingang getrampt, denn eigentlich stand noch auf dem Plan 20 km dorthin zu laufen, doch das hätte einfach nicht hingehauen, weder mit der Zeit noch mit unseren Kräften und Reserven. Zuhause hat auch schon wieder Arbeit in Form des sonntäglichen Pick Ups gerufen…
Montag, 29. Juni 2009
Surfing...
Nun schon seit einer ganzen Weile haben wir die Möglichkeit mit ein paar von unseren Kindern jeden Wochen surfen zu gehen, und dass für umme, also kostenfrei. Entdeckt haben das nicht wir jetztigen volunteers, sondern die Gruppe vor uns. Nach einer Weile, die wir gebraucht haben um uns hier einzuleben haben wir das wieder ins Leben gerufen und es klappt wunderbar. Im Muizenberg gibt es eine Surfschule die heißt Surf Shack und von den jungen Lehrern dort bekommen wir es angeboten. Erst war es jeden Mittwochen, doch jetzt haben wir es auf Donnerstag umgeändert, da Mittwochs nun wieder immer Studenten von der UCT kommen um mit unseren Kids Homeworkgroups zu machen. Also jeden Donnerstag können wir bis zu 10 Kinder nach Muizenberg bringen, sie bekommen einen Wetsuite und das Board gestellt und nach ein paar Aufwärmübungen und Einweisungen, für die die noch nie dabei waren geht es ab ins Wasser. Es sind immer 2 Lehrer dabei um auf die Kinds aufzupassen und ihnen zu helfen. Und letzte Woche habe ich es getan. Nachdem ich ein paar Mal dabei war ohne auch nur irgendwas zu machen blieb mir ja auch nicht viel anderes übrig, sonst hätte ich da ja nicht mehr auftauchen können….und wenn es schon kostenlos ist…. Also haben auch ich mir einen Wetsuite genommen und mich den Übungen und Einweisungen angeschlossen. Zum Glück war auch Allison dabei, so hab ich mich nicht ganz alleine als Anfänger gefühlt – wobei gesagt werden muss das die Kids ja nun auch keine Profis und teilweise auch zum ersten Mal dabei waren, doch als Kind ist es doch was anderes, da stört dich so was gar nicht…
Naja, was soll ich sagen… ich liebe es! Es war fantastisch! Erstmal ist es super komisch aber auch angenehm mit so einem Wetsuite ins Wasser zu gehen – das Wasser hier in Muizenberg ist ultra kalt – denn man spürt nicht viel, naja irgendwie schon aber man hat eben eine Art zweite Haut an die die Kälte abwehrt. Dann muss man ein Gefühl für das Wasser mit dem Board zusammen bekommen, was aber nicht so schwer ist. Ich habe mich am Anfang erstmal ein bisschen treiben und tragen lassen von den Wellen. Aber der liebe Surflehrer wollte mich nicht einfach so da herum treiben lassen sondern forderte mich auf mich auf das Brett zu legen. Er hielt mich fest und in die richtige Richtung. Dann kam auch schon die Welle und er schob mich direkt darein, mit der Aufforderung zu paddeln und zu paddeln. Dann war ich in der Well drinnen und ich sollte aufstehen. Ich dachte immer, man kann bestimmt nicht gleich aufstehen und das wäre doch viel zu schwer und ich könnte das eh nicht… naja und dann stand ich plötzlich, unglaublich, und fuhr mit der Welle Richtung Ufer. Es war ein tolles Gefühl, das könnt ihr euch vorstellen. Vor allem, da ich nie gedacht hätte, dass ich jemals surfen gehen würde. Naja und dann haben wir es natürlich wieder und wieder versucht. Ich habe sehr viel Salzwasser geschluckt und es hat natürlich nicht immer geklappt, aber es war toll. Am Ende war ich wirklich k.o., dass ganze paddeln und aufstehen und ins Wasser fallen und Wasser schlucken ist doch ganz anstrengend. Aber ich war glücklich! Und auch Allison hat es geschafft… es war ein toller Ausflug und hoffentlich nicht das letzte Mal für mich…
Naja, was soll ich sagen… ich liebe es! Es war fantastisch! Erstmal ist es super komisch aber auch angenehm mit so einem Wetsuite ins Wasser zu gehen – das Wasser hier in Muizenberg ist ultra kalt – denn man spürt nicht viel, naja irgendwie schon aber man hat eben eine Art zweite Haut an die die Kälte abwehrt. Dann muss man ein Gefühl für das Wasser mit dem Board zusammen bekommen, was aber nicht so schwer ist. Ich habe mich am Anfang erstmal ein bisschen treiben und tragen lassen von den Wellen. Aber der liebe Surflehrer wollte mich nicht einfach so da herum treiben lassen sondern forderte mich auf mich auf das Brett zu legen. Er hielt mich fest und in die richtige Richtung. Dann kam auch schon die Welle und er schob mich direkt darein, mit der Aufforderung zu paddeln und zu paddeln. Dann war ich in der Well drinnen und ich sollte aufstehen. Ich dachte immer, man kann bestimmt nicht gleich aufstehen und das wäre doch viel zu schwer und ich könnte das eh nicht… naja und dann stand ich plötzlich, unglaublich, und fuhr mit der Welle Richtung Ufer. Es war ein tolles Gefühl, das könnt ihr euch vorstellen. Vor allem, da ich nie gedacht hätte, dass ich jemals surfen gehen würde. Naja und dann haben wir es natürlich wieder und wieder versucht. Ich habe sehr viel Salzwasser geschluckt und es hat natürlich nicht immer geklappt, aber es war toll. Am Ende war ich wirklich k.o., dass ganze paddeln und aufstehen und ins Wasser fallen und Wasser schlucken ist doch ganz anstrengend. Aber ich war glücklich! Und auch Allison hat es geschafft… es war ein toller Ausflug und hoffentlich nicht das letzte Mal für mich…
Swaziland
Die Säulen der Polygamie
"Als König Sobhuza II. im Alter von 83 Jahren verstarb, hinterließ er rund 120 offizielle Frauen. Inoffizielln Schätzungen zufolge geht man allerdings von mehr als der doppelten Anzahl an Frauen und Geliebten aus. Der derzeitige König hat 13 Ehefrauen..."
Lobamba
"Lobamba ist das Herz im Royal Valley - eine Position, die der Ort seit Beginn der Monarchie innehat. Der Royal Embo State Palace wurde von den Briten errichtet, ein gewaltiges Gebäude, denn es musste den gesamten königlichen Clan beherbergen - Sobhuza II. hatte 600 Kinder!..."
So steht es in meinem Reiseführer geschrieben...!
Aber das Land besteht natürlich nicht nur aus solchen Dingen... Es ist tatsächlich in sich ein sehr schönes kleines Königsreich (es reigiert einer der 3 verbliebenen Monarchen in Afrika). Sehr hügelig, hat man meist eine wunderbare Aussicht. Es gibt wirklich wunderbare Kunstmärkte - besonders im Ezulwini Valley sowie im Malkerns Valley -, wo man sich erstens kaum sattsehen, aber auch als armer Bettler heraus kommen kann...
Und neben all diesen wunderbaren Dingen kann man auch noch ein bisschen auf den Spuren der Menschheitsgeschichte wandern. Nachdem wir zwischen Johannesburg und Pretoria das "Cradle of Humankind" besuchen konnten, wo nun wirklich die allerersten Spuren der Menschheit entdeckt wurden, konnten wir in Swaziland die älteste Mine der Welt besichtigen. Dort wurde schon ca. 43 000 vor Christus Eisenerz abgebaut - unglaublich und kaum vorzustellen. Dann kann man auch noch auf dem mit ältesten Boden der Welt wandern und in der zerfallenen Geisterstadt Bulembu die längste Drahtseilbahn der Welt von 20km Länge besichtigen.
Neben all diesen Dingen gibt es ein paar schöne Naturreservate, wo man viele Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.
"...Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern aus der Kolonialzeit ist das Tragen traditioneller Kleidung in der verwestlichten Mittelschicht wie auch bei Landarbeitern an der Tagesordnung. Es ist nicht ungewöhnlich, einen Mann auf dem Weg zur Arbeit in einer amahiya (traditionelles Swasi-Gewand) zu sehen - in der einen Hand den Speer, in der anderen den Aktenkoffer."
Wir haben leider keinen Mann mit Speer gesehen, aber so einige in traditioneller Kleidung...!
Ein sehr interessantes Land, klein aber oho!
"Als König Sobhuza II. im Alter von 83 Jahren verstarb, hinterließ er rund 120 offizielle Frauen. Inoffizielln Schätzungen zufolge geht man allerdings von mehr als der doppelten Anzahl an Frauen und Geliebten aus. Der derzeitige König hat 13 Ehefrauen..."
Lobamba
"Lobamba ist das Herz im Royal Valley - eine Position, die der Ort seit Beginn der Monarchie innehat. Der Royal Embo State Palace wurde von den Briten errichtet, ein gewaltiges Gebäude, denn es musste den gesamten königlichen Clan beherbergen - Sobhuza II. hatte 600 Kinder!..."
So steht es in meinem Reiseführer geschrieben...!
Aber das Land besteht natürlich nicht nur aus solchen Dingen... Es ist tatsächlich in sich ein sehr schönes kleines Königsreich (es reigiert einer der 3 verbliebenen Monarchen in Afrika). Sehr hügelig, hat man meist eine wunderbare Aussicht. Es gibt wirklich wunderbare Kunstmärkte - besonders im Ezulwini Valley sowie im Malkerns Valley -, wo man sich erstens kaum sattsehen, aber auch als armer Bettler heraus kommen kann...
Und neben all diesen wunderbaren Dingen kann man auch noch ein bisschen auf den Spuren der Menschheitsgeschichte wandern. Nachdem wir zwischen Johannesburg und Pretoria das "Cradle of Humankind" besuchen konnten, wo nun wirklich die allerersten Spuren der Menschheit entdeckt wurden, konnten wir in Swaziland die älteste Mine der Welt besichtigen. Dort wurde schon ca. 43 000 vor Christus Eisenerz abgebaut - unglaublich und kaum vorzustellen. Dann kann man auch noch auf dem mit ältesten Boden der Welt wandern und in der zerfallenen Geisterstadt Bulembu die längste Drahtseilbahn der Welt von 20km Länge besichtigen.
Neben all diesen Dingen gibt es ein paar schöne Naturreservate, wo man viele Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.
"...Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern aus der Kolonialzeit ist das Tragen traditioneller Kleidung in der verwestlichten Mittelschicht wie auch bei Landarbeitern an der Tagesordnung. Es ist nicht ungewöhnlich, einen Mann auf dem Weg zur Arbeit in einer amahiya (traditionelles Swasi-Gewand) zu sehen - in der einen Hand den Speer, in der anderen den Aktenkoffer."
Wir haben leider keinen Mann mit Speer gesehen, aber so einige in traditioneller Kleidung...!
Ein sehr interessantes Land, klein aber oho!
Ein Garten Eden...
Eine klitzekleine Reise ins Paradies.
Denn der Strand selbst und auch die Stadt Vilankulos ist nicht so berauschend. Also haben wir einen Tagestrip unternommen mit ein paar anderen Menschen aus verschiedenen Backpackern. Morgens um 7am gabs ein kleine Frühstück und dann gings los. Bei einier afrikanischen Mama haben wir uns alle unser Schorchelequipment heraussuchen können (Flossen, Brille, Schnorchel) und dann gings auf ein recht kleines Boot. Nach einer Weile Fahrt (vielleicht 45min. -1std.) kamen wir auf einer der drei Inseln, Bazaruto, an. Dort wurden wir an einem traumhaften weissen Strand aus dem Boot gelassen. Hier konnte sich jeder sonnen, das Wetter genießen oder auch einen Inselspaziergang machen. Wir haben erst ein bisschen die Sonne genossen und dann dei Insel erkundet. Später am morgen sind wir dann noch ein Stückchen in die andere Richtung gelaufen, unser Equipment in der Hand und sind ins Wasser gegangen, was hier unglaublich warm ist! Es gab ein grosses Korallenriff um das wir geschnorchelt sind. Es war das erste Mal, dass ich soetwas gemacht hatte und ich fande es traumhaft. Lauter bunte Fische die es zu beobachten gab, einfach shcön und entspannend!
Dann ging es zurück an den Strand aufs Handtuch und ein bisschen getrocknet. In der Zwischenzeit hatte unsere Bootscrew, dei aus drei Männern bestand, gekocht...auf dem Boot! Es gab leckeren Salat, Reis, frischen Fisch gebraten, Brot, Kartoffeln in einer Tomatensoße und zum Nachtisch ein leckeres Ananasstück. Dazu allerlei kühle Getränke. Es war wunderbar! Dann wurde nochmal so richtig dir Sonne genossen und gegen 3pm ging es zurück auf Boot. Diesmal wurde aber nicht, wie auf der Hinfahrt, der Motor angelassen, sondern das Segel gehisst und zurück gesegelt. Es hat super lange gedauert, das kaum ein Wind geweht hat, aber es war angenehm und ich habe es in vollen Zügen genossen. Am Ende konnten wir sogar den Sonnenuntergang vom Wasser aus beobachten - die Sonne geht hier im Augenblick schon extrem früh unter - was ein toller Abschluss war.
Denn der Strand selbst und auch die Stadt Vilankulos ist nicht so berauschend. Also haben wir einen Tagestrip unternommen mit ein paar anderen Menschen aus verschiedenen Backpackern. Morgens um 7am gabs ein kleine Frühstück und dann gings los. Bei einier afrikanischen Mama haben wir uns alle unser Schorchelequipment heraussuchen können (Flossen, Brille, Schnorchel) und dann gings auf ein recht kleines Boot. Nach einer Weile Fahrt (vielleicht 45min. -1std.) kamen wir auf einer der drei Inseln, Bazaruto, an. Dort wurden wir an einem traumhaften weissen Strand aus dem Boot gelassen. Hier konnte sich jeder sonnen, das Wetter genießen oder auch einen Inselspaziergang machen. Wir haben erst ein bisschen die Sonne genossen und dann dei Insel erkundet. Später am morgen sind wir dann noch ein Stückchen in die andere Richtung gelaufen, unser Equipment in der Hand und sind ins Wasser gegangen, was hier unglaublich warm ist! Es gab ein grosses Korallenriff um das wir geschnorchelt sind. Es war das erste Mal, dass ich soetwas gemacht hatte und ich fande es traumhaft. Lauter bunte Fische die es zu beobachten gab, einfach shcön und entspannend!
Dann ging es zurück an den Strand aufs Handtuch und ein bisschen getrocknet. In der Zwischenzeit hatte unsere Bootscrew, dei aus drei Männern bestand, gekocht...auf dem Boot! Es gab leckeren Salat, Reis, frischen Fisch gebraten, Brot, Kartoffeln in einer Tomatensoße und zum Nachtisch ein leckeres Ananasstück. Dazu allerlei kühle Getränke. Es war wunderbar! Dann wurde nochmal so richtig dir Sonne genossen und gegen 3pm ging es zurück auf Boot. Diesmal wurde aber nicht, wie auf der Hinfahrt, der Motor angelassen, sondern das Segel gehisst und zurück gesegelt. Es hat super lange gedauert, das kaum ein Wind geweht hat, aber es war angenehm und ich habe es in vollen Zügen genossen. Am Ende konnten wir sogar den Sonnenuntergang vom Wasser aus beobachten - die Sonne geht hier im Augenblick schon extrem früh unter - was ein toller Abschluss war.
Mozambique, ein Land voller Potholes...
Ich möchte nicht unbedingt den verbrachten Urlaub in diesem Land ins Detail beschreiben, sondern eher auf die Eindrücke eingehen, die ich dort bekommen habe.
Als Erstes muss ich sagen, wenn man so nach Maputo, also in die Hauptstadt Mozambiques hineinkommt..... ich würde es nicht als den schönsten Urlaubsort bezeichnen, nein, definitiv nicht. Es ist dort unglaublich dreckig, es liegt wirklich überall Müll herum, der Hauptteil der Strassen haben Namen von Kommunisten wie : Mao Tse Tung, Vladimir Lenine, Karl Marx, Albert Luthuli, Eduardo Mondlane und so weiter... es stehen unglaublich viele Häuser im Kommunistenstil herum und so einiges ist heruntergekommen und zerfallen. Doch ich glaube auch man muss einfach etwas Zeit für diese Stadt haben, denn man kann auch einen gewissen Charme nicht verachten. Abends sitzen viele Leute noch draussen und trinken Kaffe, essen Kuchen, es ist so einiges los; aber auch hier darf man wohl die Kriminalität nicht verachten wurde uns gesagt.
Sobald man aber dann aus Maputo heraus ist und in richtung Norden fährt bieten sich einem tausende tolle Bilder.
Es wirkt alles sehr bunt und es wird viel Wert auf traditionelle Kleidung, vor allem bei den Frauen, gelegt. So laufen diese meist mit Tüchern um die Hüfte gebunden herum und tragen ihre Babies, nicht wie in Südafrika, wo sie sie auf dem Rücken haben, meistens auf der Hüfte wie in eine Tragetasche gesetzt in eins der bunten Tücher. Es gibt unheimlich viele interessante Menschen zu beobachten, es gibt im Grossen und Ganzen wirklich eine enorme Menge Menschen, die sich auf den Strassen bewegen. Das scheint ihre Hauptaufgabe zu sein, zu laufen. Wie wir so den Weg nach Tofo entlang gefahren sind - es gibt eigentlich nur eine einzige richtige Strasse durch Mozambique, welche nach oben hin immer schlimmer wird und kaum mehr befahrbar ist durch die Potholes (Löcher in den Strassen...); deshalb sieht man auch hauptsächlich Buckies, Trucks oder Jeeps/Landrover durch die Gegend fahren, da sie auch gut "offroad" fahren können und wohl eine gute Federung für die Löcher besitzen...- konnten wir kaum ein unbewohntes Fleckchen im Dickicht der Bäume entdecken und überall liefen die Menschen. Die meisten haben und brauchen hier kein eigenes Auto, also wird den ganzen Tag gelaufen gelaufen gelaufen, hin und zurück und wo einen die Füsse nur hintragen. Neben den ganzen umherwandernden Menschen gibt es auch eine grosse Menge an Ziegen, die sich durch das Gras fressen...
Mozambique ist ein Land, wo, wie ich den Eindruck hatte, die Menschen noch sehr mit ihren eigenen Händen und der Natur verwurzelt sind. Man fährt an kaum einem Kilometer vorbei ohne zwischcen den Bäumen ein kleines "Dorf", also vielleicht 2-5 Häuser (Grashütten, hier gibt es kaum so etwas wie unsere Shacks/Blechhütten aus Khayelitsha) zu entdecken. Meist gibt es in der Mitte der Ansammlung eine Feuerstelle und man sieht Frauen kochen oder Wäsche machen. Die Kinder wuseln überall herum. Und an der Strasse wird das verkauft, was man eben gemacht hat; ein grosser Teil besteht aus Holzverkauf, getrockneten Palmenblättern und Stöcken für die Grashütten und Dächer und selbstgebranten Ziegeln. Ja, man sieht tatsächlich eine grosse Anzahl an selbstgebauten Brennöfen und der Lehm wird noch mit der Hand bearbeitet und gebrannt, das ist unglaublich. Daneben wird jede Menge andere Dinge angeboten, wie irgendwelche geknackten Nüsse, Unmengen an Obst (was wirklich super lecker und frisch schmeckt und nicht alt und importiert...), man kann aber auch selbstgepresste Säfte, Piri-Piri oder ähnliches kaufen. Verhungern oder verdursten kann man jedenfalls nicht, denn alles ist zu einem Spottpreis zu erhalten.
Es ist unglaublich, was die Frauen für einen extrem beanspruchbaren starken Hals haben müssen, man sieht sie immer mit riesigen Lasten auf dem Kopf herumspatzieren.... (das will ich auch noch unbedingt lernen...wäre bestimmt ein komischer Anblick in Deutschland...).
Was die Autos angeht, neben den vielen Buckies und Trucks die von einem Ort zum anderen fahren, sieht man auch Minibusse - welche sowieso immer so kaputt sind, dass ihnen auch die Löcher im Boden nichts mehr anhaben können...- und vorallem kleinere Transportbusse, mit denen die Menschen von einem Ort zum anderen kommen. Aber neben dem gestopften Innenraum sind sie auch noch immer oben auf dem Dach gnadenlos überladen. Es ist unglaublich, wie sie so noch fahren können. Manchmal liegen sie in solch einer Schräglage, dass ich wirklich Angst bekam, sie würden im nächsten Moment einfach so umkippen. Matratzen, Behälter, Koffer, Verpflegung, ja sogar Menschen kann man auf dem Dach oder auch auf der Ladung überladener Laster entdecken. Das da nicht mal etwas herunterfällt...
Und an jeder Ecke sieht man eine Reifenpanne; was ja nun wirklich kein Wunder ist!
Selbst die Strassenschilder wirken irgendwie schief...
Mozambique ist ein super grünes Land, es gibt sehr viele Bäume und der Höhepunkt ist eindeutig eine bestimmt Region...die um Tofo. Denn dort findet man das Paradies unter Palmen. Überall, so weit das Auge reicht stehen und wachsen Palmen, und so findet man natürlich auch viel Kokosnussverkauf an den Strassen dort. In viele Palmenstämme wurden Kerben eingehauen, so dass die Menschen hinaufklettern können am Stamm um die Kokosnüsse herunter zu holen (das hätte ich auch einmal sehr gerne gemacht...).
So und neben all dem doch schönen im Land gibt es eine ganz bestimmte Sache, die doch sehr stört... die Polizei. Es fällt einem sofort auf, dass es ungemein viele Strassenkontrollen gibt. Und dort erwartet einen nicht einfach ein normaler Streifenwagen mit einem Polizisten in Uniform, nein, denn hier ist es Gang und Gebe seine Kalaschnikov herumzutragen und zur Schau zu stellen. Das sind wohl noch die Nachwirkungen vom Krieg, der ja erst vor nicht all zu langer Zeit sein Ende gefunden hat. Und auch das Verhalten der Polizei ist hier ganz anders (und lässt zu wünschen übrig), wie in den Ländern, in denen ich bisher war. Ich kann nur sagen: korrupt!
Und hierzu möchste ich dann zum Abschluss doch noch eine kleine Geschichte erzählen die uns auf der Reise passiert ist:
Schon auf dem Hinweg von Maputo nach Tofo wurden wir angehalten von einem Polizisten, der nach dem Führerschein noch unbedingt die Versicherungspapiere von dem Auto haben wollte. Es scheint wohl so zu sein, dass man an der Grenze so eine Versicherung abschliessen muss; doch unser Auto war ja geliehen von einer Autofirma und so über diese auch für das Ausland versichert. Doch er hat darauf beharrt und erst nach einigen langen Minuten aufgegeben, nachdem er gemerkt hat, dass wir ihm nichts anderes, als die Papiere die wir hatten, vorweisen konnten und auch sicher nichts zahlen würden.
Dann kam die Rückfahrt (wir sind von Maputo nach Tofo, nach Vilankulos und wieder über Tofo zurück nach Maputo). Es war wirklich etwa 10 km vor Maputo, da wurden wir wieder herausgewunken. Wir waren ja schon vor der Polizei gewarnt worden und viele bestechen diese meist auch gleich beim Führerscheinzeigen mit ein bisschen Geld, aber uns war das irgendwie unangenehm, die Polizei zu bestechen... Hier jedenfalls wollte der Polizist nach dem Führerschein noch die Lizenspapiere sehen. Auf der Scheibe vorne ist ja immer so ein runder Button und davon wollte er die Originalpapiere sehen, doch wir hatten natürlich nur die Kopie, da das Original bei der Verleihfirma lag. Doch das wollte er nicht durchgehen lassen. Er meinte in Südafrika oder wo auch immer hätten sie ja kleine Handcomputer, wo sie es prüfen könnten, aber in Mozambique würde alles noch per Hand gemacht und wir sollten doch bitte dann den Strafzettel zahlen, es wären 1000 Mtn (die in etwa 30 € wären und hier extrem viel ist). Aber woher wir denn überhaupt kämen? Ah aus Südafrika, bzw Deutschland...
"ALSO FÜR TOURISTEN GIBT ES DEN HALBEN PREIS!!!"
Hahahahaha... das ist doch wohl der Witz des Jahrhunderts! Davon abgesehen, dass ein Tourist mit Sicherheit mehr Geld besitzt, als einer der in Mozambique lebt, ist es doch eine absolut lächerliche Aussage, dass es "Touristenrabatt" gibt bei einem Strafzettel! Naja wir hatten aber eben keine 500 Mtn. Also wollte er der Führerschein behalten und warten, bis wir nach Maputo Geld holen gefahren sind... ich habe doch noch 300 Mtn zusammenkratzen können und das hat er dann irgendwie akzeptiert, den Führerschein zurück gegeben und uns zur Vorsicht geraten fürs nächste Mal... das Geld ist natürlich gleich in die eigene Tasche gewandert!
Als Erstes muss ich sagen, wenn man so nach Maputo, also in die Hauptstadt Mozambiques hineinkommt..... ich würde es nicht als den schönsten Urlaubsort bezeichnen, nein, definitiv nicht. Es ist dort unglaublich dreckig, es liegt wirklich überall Müll herum, der Hauptteil der Strassen haben Namen von Kommunisten wie : Mao Tse Tung, Vladimir Lenine, Karl Marx, Albert Luthuli, Eduardo Mondlane und so weiter... es stehen unglaublich viele Häuser im Kommunistenstil herum und so einiges ist heruntergekommen und zerfallen. Doch ich glaube auch man muss einfach etwas Zeit für diese Stadt haben, denn man kann auch einen gewissen Charme nicht verachten. Abends sitzen viele Leute noch draussen und trinken Kaffe, essen Kuchen, es ist so einiges los; aber auch hier darf man wohl die Kriminalität nicht verachten wurde uns gesagt.
Sobald man aber dann aus Maputo heraus ist und in richtung Norden fährt bieten sich einem tausende tolle Bilder.
Es wirkt alles sehr bunt und es wird viel Wert auf traditionelle Kleidung, vor allem bei den Frauen, gelegt. So laufen diese meist mit Tüchern um die Hüfte gebunden herum und tragen ihre Babies, nicht wie in Südafrika, wo sie sie auf dem Rücken haben, meistens auf der Hüfte wie in eine Tragetasche gesetzt in eins der bunten Tücher. Es gibt unheimlich viele interessante Menschen zu beobachten, es gibt im Grossen und Ganzen wirklich eine enorme Menge Menschen, die sich auf den Strassen bewegen. Das scheint ihre Hauptaufgabe zu sein, zu laufen. Wie wir so den Weg nach Tofo entlang gefahren sind - es gibt eigentlich nur eine einzige richtige Strasse durch Mozambique, welche nach oben hin immer schlimmer wird und kaum mehr befahrbar ist durch die Potholes (Löcher in den Strassen...); deshalb sieht man auch hauptsächlich Buckies, Trucks oder Jeeps/Landrover durch die Gegend fahren, da sie auch gut "offroad" fahren können und wohl eine gute Federung für die Löcher besitzen...- konnten wir kaum ein unbewohntes Fleckchen im Dickicht der Bäume entdecken und überall liefen die Menschen. Die meisten haben und brauchen hier kein eigenes Auto, also wird den ganzen Tag gelaufen gelaufen gelaufen, hin und zurück und wo einen die Füsse nur hintragen. Neben den ganzen umherwandernden Menschen gibt es auch eine grosse Menge an Ziegen, die sich durch das Gras fressen...
Mozambique ist ein Land, wo, wie ich den Eindruck hatte, die Menschen noch sehr mit ihren eigenen Händen und der Natur verwurzelt sind. Man fährt an kaum einem Kilometer vorbei ohne zwischcen den Bäumen ein kleines "Dorf", also vielleicht 2-5 Häuser (Grashütten, hier gibt es kaum so etwas wie unsere Shacks/Blechhütten aus Khayelitsha) zu entdecken. Meist gibt es in der Mitte der Ansammlung eine Feuerstelle und man sieht Frauen kochen oder Wäsche machen. Die Kinder wuseln überall herum. Und an der Strasse wird das verkauft, was man eben gemacht hat; ein grosser Teil besteht aus Holzverkauf, getrockneten Palmenblättern und Stöcken für die Grashütten und Dächer und selbstgebranten Ziegeln. Ja, man sieht tatsächlich eine grosse Anzahl an selbstgebauten Brennöfen und der Lehm wird noch mit der Hand bearbeitet und gebrannt, das ist unglaublich. Daneben wird jede Menge andere Dinge angeboten, wie irgendwelche geknackten Nüsse, Unmengen an Obst (was wirklich super lecker und frisch schmeckt und nicht alt und importiert...), man kann aber auch selbstgepresste Säfte, Piri-Piri oder ähnliches kaufen. Verhungern oder verdursten kann man jedenfalls nicht, denn alles ist zu einem Spottpreis zu erhalten.
Es ist unglaublich, was die Frauen für einen extrem beanspruchbaren starken Hals haben müssen, man sieht sie immer mit riesigen Lasten auf dem Kopf herumspatzieren.... (das will ich auch noch unbedingt lernen...wäre bestimmt ein komischer Anblick in Deutschland...).
Was die Autos angeht, neben den vielen Buckies und Trucks die von einem Ort zum anderen fahren, sieht man auch Minibusse - welche sowieso immer so kaputt sind, dass ihnen auch die Löcher im Boden nichts mehr anhaben können...- und vorallem kleinere Transportbusse, mit denen die Menschen von einem Ort zum anderen kommen. Aber neben dem gestopften Innenraum sind sie auch noch immer oben auf dem Dach gnadenlos überladen. Es ist unglaublich, wie sie so noch fahren können. Manchmal liegen sie in solch einer Schräglage, dass ich wirklich Angst bekam, sie würden im nächsten Moment einfach so umkippen. Matratzen, Behälter, Koffer, Verpflegung, ja sogar Menschen kann man auf dem Dach oder auch auf der Ladung überladener Laster entdecken. Das da nicht mal etwas herunterfällt...
Und an jeder Ecke sieht man eine Reifenpanne; was ja nun wirklich kein Wunder ist!
Selbst die Strassenschilder wirken irgendwie schief...
Mozambique ist ein super grünes Land, es gibt sehr viele Bäume und der Höhepunkt ist eindeutig eine bestimmt Region...die um Tofo. Denn dort findet man das Paradies unter Palmen. Überall, so weit das Auge reicht stehen und wachsen Palmen, und so findet man natürlich auch viel Kokosnussverkauf an den Strassen dort. In viele Palmenstämme wurden Kerben eingehauen, so dass die Menschen hinaufklettern können am Stamm um die Kokosnüsse herunter zu holen (das hätte ich auch einmal sehr gerne gemacht...).
So und neben all dem doch schönen im Land gibt es eine ganz bestimmte Sache, die doch sehr stört... die Polizei. Es fällt einem sofort auf, dass es ungemein viele Strassenkontrollen gibt. Und dort erwartet einen nicht einfach ein normaler Streifenwagen mit einem Polizisten in Uniform, nein, denn hier ist es Gang und Gebe seine Kalaschnikov herumzutragen und zur Schau zu stellen. Das sind wohl noch die Nachwirkungen vom Krieg, der ja erst vor nicht all zu langer Zeit sein Ende gefunden hat. Und auch das Verhalten der Polizei ist hier ganz anders (und lässt zu wünschen übrig), wie in den Ländern, in denen ich bisher war. Ich kann nur sagen: korrupt!
Und hierzu möchste ich dann zum Abschluss doch noch eine kleine Geschichte erzählen die uns auf der Reise passiert ist:
Schon auf dem Hinweg von Maputo nach Tofo wurden wir angehalten von einem Polizisten, der nach dem Führerschein noch unbedingt die Versicherungspapiere von dem Auto haben wollte. Es scheint wohl so zu sein, dass man an der Grenze so eine Versicherung abschliessen muss; doch unser Auto war ja geliehen von einer Autofirma und so über diese auch für das Ausland versichert. Doch er hat darauf beharrt und erst nach einigen langen Minuten aufgegeben, nachdem er gemerkt hat, dass wir ihm nichts anderes, als die Papiere die wir hatten, vorweisen konnten und auch sicher nichts zahlen würden.
Dann kam die Rückfahrt (wir sind von Maputo nach Tofo, nach Vilankulos und wieder über Tofo zurück nach Maputo). Es war wirklich etwa 10 km vor Maputo, da wurden wir wieder herausgewunken. Wir waren ja schon vor der Polizei gewarnt worden und viele bestechen diese meist auch gleich beim Führerscheinzeigen mit ein bisschen Geld, aber uns war das irgendwie unangenehm, die Polizei zu bestechen... Hier jedenfalls wollte der Polizist nach dem Führerschein noch die Lizenspapiere sehen. Auf der Scheibe vorne ist ja immer so ein runder Button und davon wollte er die Originalpapiere sehen, doch wir hatten natürlich nur die Kopie, da das Original bei der Verleihfirma lag. Doch das wollte er nicht durchgehen lassen. Er meinte in Südafrika oder wo auch immer hätten sie ja kleine Handcomputer, wo sie es prüfen könnten, aber in Mozambique würde alles noch per Hand gemacht und wir sollten doch bitte dann den Strafzettel zahlen, es wären 1000 Mtn (die in etwa 30 € wären und hier extrem viel ist). Aber woher wir denn überhaupt kämen? Ah aus Südafrika, bzw Deutschland...
"ALSO FÜR TOURISTEN GIBT ES DEN HALBEN PREIS!!!"
Hahahahaha... das ist doch wohl der Witz des Jahrhunderts! Davon abgesehen, dass ein Tourist mit Sicherheit mehr Geld besitzt, als einer der in Mozambique lebt, ist es doch eine absolut lächerliche Aussage, dass es "Touristenrabatt" gibt bei einem Strafzettel! Naja wir hatten aber eben keine 500 Mtn. Also wollte er der Führerschein behalten und warten, bis wir nach Maputo Geld holen gefahren sind... ich habe doch noch 300 Mtn zusammenkratzen können und das hat er dann irgendwie akzeptiert, den Führerschein zurück gegeben und uns zur Vorsicht geraten fürs nächste Mal... das Geld ist natürlich gleich in die eigene Tasche gewandert!
Miaaaaau....Jakob, hast du Simba gehoert?
Den Sonnenaufgang am frühen Morgen im Krugerpark zu erleben ist was wunderbares; alles erwacht zum Leben, ein neuer Tag bricht an. Es heisst ja immer am Morgen und am Abend sei die Tierbeobachtung am besten... an diesem Morgen, es war unser letzter in Park war uns das Glueck mal wieder so richtig hold. Wir fuhren die Strassen entlang, etwas abseits der Hauptstrasse, un ddachten schon an wir würden nichts zu Gesicht bekommen...plötzlich, ohne Vorwarnung, die Strasse ging ein bisschen den Buckel herauf, sahen wir oben etwas entlang spazieren und wollten es erst garnicht wahrhaben...war es Wirklichkeit? Wir hatten die Hoffnung ja schon fast begraben....doch, Simba der Löwe...er war es tatsächlich!!! Und er ließ sich auch überhaupt nicht von unser Ankunft stören. Trottete da so ganz gemütlich einher, den Morgen geniessend, die Ruhe und den Frieden um ihn herum. Wir kamen näher und er sah sich langsam um, konnte uns garnicht übersehen, lief aber dann uninteressiert weiter. Da erblickten wir etwas im Augenwinkel auf der anderen Strassenseite und der Löwe hat das wohl auch bemerkt, denn er wurde etwas unruhig...ein Buffalo kam da mit starrem Blick auf den Löwe zu, und er schien nicht so begeistert von dessen Anwesenheit...nach sehr kurzer Zeit schien das Simba doch zu unangenehm zu werden und er ließ den schnaufenden Buffalo das Revier, zog durch den Busch von dannen...der Buffalo schaute ihm noch etwas grimmig hinterher, trottete aber dann auch von dannen...!
Solch ein Erlebniss ist sicherlich nicht gleich gegeben, auch wenn der Kruger National Park dafuer bekannt ist sehr sehr viele Tiere zu beherbergen...
Angekommen sind wir aber 2 Tage früher schon. Und ich muss sagen wir hatten wohl wirklich eine richtige Glücksphase...!
Um das einmal zu verdeutlichen möchte ich nicht den ganzen Aufendhalt beschreiben, sondern nur einen kleinen Einblick in das gesehene geben, die specials sozusagen...:
- wir haben alle Big Five gesehen: Löwe, Büffel, Leopard, Elefant und Nashorn!
- Zebras, Kudus, Schakal, Giraffen, Warzenschweine, Gepard (Cheetah), Antilopen aller Art, Geier, Adler, Impalas, Nilpferd, Krokodile, Affen, Gnus, viele bunte Vögel (wie einen Sazu...für die die König der Löwen kennen...)
- wir sind an einem art See vorbei gefahren und da standen einige Autos und haben etwas beobachtet - wenn im Kruger irgendwo mehrere Autos stehen, das ist da ganz bestimmt etwas besonderes zu sehen und man sollte sich die Zeit nehmen um kurz mal anzuhalten um auch zu schauen - das hat uns natürlich interessiert. Und da haben wir doch tatsächlich gesehen wie eine Menge Krokodile sich an einem Nielpferd zu schaffen gemacht haben un dgerade dabei waren das Gehirn auf zu fressen...
- als es schon sehr spät war und wir knapp mit der Zeit wurden (die Tore zu den Camps schliessen um 17.30 und wer zu spät kommt muss Strafe zahlen) haben wir vielleicht 5 Kilometer vor dem Tor zum Pretoriouskop Camp ein Leopardenjunges über die Strasse und ins Gebüsch huschen sehen. Der letzte der Big Five der und noch gefehlt hat; und ein Leopard ist wirklich selten zu sehen...!
- wir fuhern am ersten Morgen die Strasse entlang und sahen wieder einige Autos stehen und erkundigten usn, was denn los sei und tatsächlich, da lagen in wenig Entfernung zwei Cheetahs und haben sich gesonnt...eine der ersten Tiere die wir gesehen haben, wunderbar!
- auf dem Rueckweg zum ersten Camp kamen wir an einer Wasserstelle vorbei und sahen zum ersten Mal Nielpferde, das wollten wir uns kurz näher anschauen...erst nach einer Weile begriffen wir das nicht die Nielpferde die eigentliche Atraktion waren, die die ganzen Menschen in ihren Autos beobachteten, sondern eine ganze Löwenfamilie, die es sich am Ufer bequem gemacht hatte...
- wir fuhren um die Ecke und was erblickten wir da...eine Horde von vielleicht 200 Büffeln...
Und jetzt zum Abschluss noch einen kleinen Krimi...:
Es war wohl gegen Mittag und wir dachten wir ruhen uns ein bisschen aus, da kam uns die grosse Wasserstelle zum beobachten gerade recht. Also parkten wir und machten es uns im Auto bequem - man darf ja nicht aussteigen - und da sahen wir auch schon eine Giraffe, die sich an einem Baum zu schaffen machte und etwas weiter hinten eine Warzenschweinfamilie. Wir beobachteten einen Vogel und dann erblickten wir auch noch eine Horde Antilopen, die gemütlich zusammen standen. Nochmal ein kurzer Blick auf die Giraffe und ganz im Hintergrund sahen wir Zebras grasen. Plötzlich zuckte ich zusammen, denn da bewegte sich sehr schnell was hinter ein paar Bäumen bei den Antilopen, es sah aus wie ein Raubtier das eins der Tiere anfiel...dann war plötzlich alles wieder ruhig, aber die Tiere schienen wachsamer zu sein. Und da erblickte ihn Jakob durch sein grosses Objektiv... wir hatten kein Fernrohr dabei, was wirklich gefehlt hat...ein Cheetah kam daher geschlendert. Er war es wohl, der ein Tier angefallen hatte und jetzt setzte er sich ganz gemütlich etwas abseits und schien zu beobachten. Da erblickten wir auch das Junge im hohen Gras sitzten, abseits von der ganzen Gruppe. Darauf schien es das Raubtier also abgesehen zu haben. Die Horde Antilopen hielt sich jetzt etwas abseits, aber zwei Tiere lösten sich und liefen vorsichtig um den Cheetah herum, schienen das Tier ablenken zu wollen..es waren wohl die Eltern des Jungen. Aber der Cheetah war gelassen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und nicht stören. Irgenwann stand er dann auf und schlenderte langsam auf das Junge im Gras zu. Das erhob sich und wanderte rückwärts zum Wasser. dort tauchte es dann am Ufer auf und der Cheetah verschwand im hohen Gras. Die Antilopeneltern wachsam und langsam hinterher. Das Junge humpelte shcon ein bisschen und lief das Ufer entlang, immer nach hinten blicken, wo das Raubtier war, der ließ sich eine Weile nicht mehr blicken, tauchte dann aber aus dem Gras auf und schlich hinter dem Jungen her. Nach einem kurzen Zögern entschloss sich das Junge dann und wählte das Wasser als Fluchtweg, schwamm zur anderen Seite des kleinen Sees. Nun war der Cheetah etwas unschlüssig, ins Wasser schien er nicht zu wollen, aber er konnte ja auch aussen herum schleichen, und so verschwand er wieder im hohen Gras und es war schwer ihm mit den Augen zu folgen, wo er sich aufhielt. Aber die Eltern waren immer dicht hinter ihm und mit denen wollte er sich nicht anlegen. Das Junge stand zitternt auf der anderen Seite und wusste nicht recht, was es tun sollte. Irgendwann tauchte der Cheetah dann hinter einem Baum auf und schien etwas unschlüssig....dann brach er das ganze ab und schlenderte von dannen.
Das Junge hatte für diesen Moment wirklich etxtrem Glück gehabt!
Für uns war es richtig spannend, Jakob war ganz scharf auf eine Jagd und ich hatte doch irgendwie Mittleid mit dem Jungen...es ist toll das Verhalten solcher Tiere in gewissen Siu´tuationen zu beobachten. Wie der Cheetah sich eben nicht getraut hat das Junge anzugreifen, während er die Eltern im Nacken sitzen hatte...
Und so nimmt das Leben im Kruger National Park seinen täglichen Verlauf...
Solch ein Erlebniss ist sicherlich nicht gleich gegeben, auch wenn der Kruger National Park dafuer bekannt ist sehr sehr viele Tiere zu beherbergen...
Angekommen sind wir aber 2 Tage früher schon. Und ich muss sagen wir hatten wohl wirklich eine richtige Glücksphase...!
Um das einmal zu verdeutlichen möchte ich nicht den ganzen Aufendhalt beschreiben, sondern nur einen kleinen Einblick in das gesehene geben, die specials sozusagen...:
- wir haben alle Big Five gesehen: Löwe, Büffel, Leopard, Elefant und Nashorn!
- Zebras, Kudus, Schakal, Giraffen, Warzenschweine, Gepard (Cheetah), Antilopen aller Art, Geier, Adler, Impalas, Nilpferd, Krokodile, Affen, Gnus, viele bunte Vögel (wie einen Sazu...für die die König der Löwen kennen...)
- wir sind an einem art See vorbei gefahren und da standen einige Autos und haben etwas beobachtet - wenn im Kruger irgendwo mehrere Autos stehen, das ist da ganz bestimmt etwas besonderes zu sehen und man sollte sich die Zeit nehmen um kurz mal anzuhalten um auch zu schauen - das hat uns natürlich interessiert. Und da haben wir doch tatsächlich gesehen wie eine Menge Krokodile sich an einem Nielpferd zu schaffen gemacht haben un dgerade dabei waren das Gehirn auf zu fressen...
- als es schon sehr spät war und wir knapp mit der Zeit wurden (die Tore zu den Camps schliessen um 17.30 und wer zu spät kommt muss Strafe zahlen) haben wir vielleicht 5 Kilometer vor dem Tor zum Pretoriouskop Camp ein Leopardenjunges über die Strasse und ins Gebüsch huschen sehen. Der letzte der Big Five der und noch gefehlt hat; und ein Leopard ist wirklich selten zu sehen...!
- wir fuhern am ersten Morgen die Strasse entlang und sahen wieder einige Autos stehen und erkundigten usn, was denn los sei und tatsächlich, da lagen in wenig Entfernung zwei Cheetahs und haben sich gesonnt...eine der ersten Tiere die wir gesehen haben, wunderbar!
- auf dem Rueckweg zum ersten Camp kamen wir an einer Wasserstelle vorbei und sahen zum ersten Mal Nielpferde, das wollten wir uns kurz näher anschauen...erst nach einer Weile begriffen wir das nicht die Nielpferde die eigentliche Atraktion waren, die die ganzen Menschen in ihren Autos beobachteten, sondern eine ganze Löwenfamilie, die es sich am Ufer bequem gemacht hatte...
- wir fuhren um die Ecke und was erblickten wir da...eine Horde von vielleicht 200 Büffeln...
Und jetzt zum Abschluss noch einen kleinen Krimi...:
Es war wohl gegen Mittag und wir dachten wir ruhen uns ein bisschen aus, da kam uns die grosse Wasserstelle zum beobachten gerade recht. Also parkten wir und machten es uns im Auto bequem - man darf ja nicht aussteigen - und da sahen wir auch schon eine Giraffe, die sich an einem Baum zu schaffen machte und etwas weiter hinten eine Warzenschweinfamilie. Wir beobachteten einen Vogel und dann erblickten wir auch noch eine Horde Antilopen, die gemütlich zusammen standen. Nochmal ein kurzer Blick auf die Giraffe und ganz im Hintergrund sahen wir Zebras grasen. Plötzlich zuckte ich zusammen, denn da bewegte sich sehr schnell was hinter ein paar Bäumen bei den Antilopen, es sah aus wie ein Raubtier das eins der Tiere anfiel...dann war plötzlich alles wieder ruhig, aber die Tiere schienen wachsamer zu sein. Und da erblickte ihn Jakob durch sein grosses Objektiv... wir hatten kein Fernrohr dabei, was wirklich gefehlt hat...ein Cheetah kam daher geschlendert. Er war es wohl, der ein Tier angefallen hatte und jetzt setzte er sich ganz gemütlich etwas abseits und schien zu beobachten. Da erblickten wir auch das Junge im hohen Gras sitzten, abseits von der ganzen Gruppe. Darauf schien es das Raubtier also abgesehen zu haben. Die Horde Antilopen hielt sich jetzt etwas abseits, aber zwei Tiere lösten sich und liefen vorsichtig um den Cheetah herum, schienen das Tier ablenken zu wollen..es waren wohl die Eltern des Jungen. Aber der Cheetah war gelassen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und nicht stören. Irgenwann stand er dann auf und schlenderte langsam auf das Junge im Gras zu. Das erhob sich und wanderte rückwärts zum Wasser. dort tauchte es dann am Ufer auf und der Cheetah verschwand im hohen Gras. Die Antilopeneltern wachsam und langsam hinterher. Das Junge humpelte shcon ein bisschen und lief das Ufer entlang, immer nach hinten blicken, wo das Raubtier war, der ließ sich eine Weile nicht mehr blicken, tauchte dann aber aus dem Gras auf und schlich hinter dem Jungen her. Nach einem kurzen Zögern entschloss sich das Junge dann und wählte das Wasser als Fluchtweg, schwamm zur anderen Seite des kleinen Sees. Nun war der Cheetah etwas unschlüssig, ins Wasser schien er nicht zu wollen, aber er konnte ja auch aussen herum schleichen, und so verschwand er wieder im hohen Gras und es war schwer ihm mit den Augen zu folgen, wo er sich aufhielt. Aber die Eltern waren immer dicht hinter ihm und mit denen wollte er sich nicht anlegen. Das Junge stand zitternt auf der anderen Seite und wusste nicht recht, was es tun sollte. Irgendwann tauchte der Cheetah dann hinter einem Baum auf und schien etwas unschlüssig....dann brach er das ganze ab und schlenderte von dannen.
Das Junge hatte für diesen Moment wirklich etxtrem Glück gehabt!
Für uns war es richtig spannend, Jakob war ganz scharf auf eine Jagd und ich hatte doch irgendwie Mittleid mit dem Jungen...es ist toll das Verhalten solcher Tiere in gewissen Siu´tuationen zu beobachten. Wie der Cheetah sich eben nicht getraut hat das Junge anzugreifen, während er die Eltern im Nacken sitzen hatte...
Und so nimmt das Leben im Kruger National Park seinen täglichen Verlauf...
Samstag, 30. Mai 2009
besser spaet als nie, Nachtrag ueber Ostern...
Hier in Baphumelele gehoert es wohl zur geheimen Tradition der Freiwilligen, den Kindern ein Osterfest zu bieten, was dem Deutschen gleich kommt, was bedeutet, dass eine Menge Ostereier versteckt werden. Jedenfalls wurde uns das von den Kindern schon Tage vorher zu jeder nur denklichen Moeglichkeit ins Gedaechnis gerufen, dass wir es auch ja nicht vergessen!!!
Doch um solch ein grosses Versteckspiel (es sind ja um die 100 Kinder, die sich an der Suche beteiligen wuerden – das Babyhaus ausgeschlossen) muessen erstmal so viele Eier her....So haben wir Freiwilligen eine grosse Eieranmalaktion gestartet. Jeder von uns hat sich in eins der Clusterhaeuser gesetzt mit einer gewissen Menge an gekochte Eiern, Farben und Pinseln. Jedes Kind durfte zwei Eier selber gestalten. Erzaehlt haben wir ihnen, dass wir all diese Eier in der Community verteilen wollten als Ostergeschenk und haben vorgegaukelt, dass es keine Eiersuche geben wuerde, wir von dieser Tradition nichts wissen wuerde. Manch einer war traurig, enttaeuscht und andere richtig sauer darueber! Aber sie haben troztedem fleissig gemalt und gestaltet und es sind teilweise wirklich richtige schoene Eier entstanden. Damit die Kinder nicht von Cluster zu Cluster wechseln konnten, um mehr als 2 Eier bemalen zu koennen (wir hatten abgezaehlte Eier) hatte jeder von uns einen Markerstift und jedes Kind, dass mit seiner Bemalung fertig war, hat ein Kreuz auf die Hand bekommen, so dass die anderen Freiwilligen erkennen konnten, wer noch malen durfte und wer nicht.
In den spaeten Abendstunden wurde dann in der AVIVA-Flat eine Eiernestaktion von uns gestartet. Denn natuerlich wollten wir die von den Kindern bemalten Eier nicht der Community geben – was aber bestimmt auch schoen gewesen waere – sondern verstecken, aber wir wollten es als richtige Ueberraschung machen. Neben den bemalten Eiern hatten wir noch eine riesige Marshmallow-Eier Spende bekommen und dann sollte jedes Cluster, sowie Clemens und Babyhaus ein gruenes Ostereiernest mit richtigen Schockoeiern und Osterhasen bekommen. Die mussten noch schoen hergerichtet werden. Dann haben auch wir uns schlafen gelegt.
Am naechsten Morgen hiess es dann fuer uns frueh aufstehen, was 5 Uhr bedeutete. Die Kinder hatten zwar Ferien, doch auch da werden sie frueh geweckt und wir mussten vor ihnen fertig sein. Die Kinder muessen morgens alle gewaschen werden und dann ist es sehr wichtig, dass sie ihre Medizin immer puenktlich um 7am bekommen, besonders bei den HIV+ Kindern. So hat sich jeder von uns Eier geschnappt und in ganz Baphumelele versteckt – was hiess dass in jedes Eckchen eins gekommen ist, auf Fensterbretter, auf den Boden, ueberall wo es eine Ablage gab, denn es mussten genuegend Eier sein fuer 100 Kinder, so dass jeder was bekommen konnte – wobei die Marshmallows einfach ueberall hingeworfen und die bemalten Eier vorsichtig hingelegt wurden. Dann haben wir noch ein paar aufgeblasene Luftballons verteilt und vor jedes Haus ein Schild mit ‚Happy Easter’ gehaengt. Wir Freiwilligen haben und dann jeweils eins von den vorbereiteten Osternestern geschnappt und uns vor die Tuern der Haeuser gestellt, um die Kinder in Zaum und drinnen zu halten. Wir wollten alle gleichzeitig um 6.15am aus der Tuere lassen, so dass alle auch gleiche Chancen hatten. Manche Cluster haben es garnicht bemerkt, waehrend man bei anderen wiederum bemerken konnte, dass die Kinder immer aufgeregter wurden und ungeduldig. Dann war es soweit, jeder ist in sein Haus gegangen, hat frohe Ostern gewuenscht und der Sisi den Osterkorb uebergeben. Den sollte sie am Ende gerecht verteilen, fuer jeden etwas. Bei mir standen die meisten Kinder schon mit Schulrucksaecken (natuerlich leer) in den Startloechern. Ich konnte sie gerade noch zurueck halten, um ihnen zu verdeutlichen, dass jeder nur 10 Eier einsammeln durfte (was total illosorisch war, aber wenigstens hatte ich es versucht) und dann stuerzten sie schon los mit der Angst nichts mehr abzubekommen...
Es war ein unheimliches Chaos und doch hat es mir das Herz erwaermt, wenn ich die Kinder mit ihren strahlenden verschlafenen Gesichtern die Eier in der Hand halten gesehen habe. Manche von den Grossen haben den Kleinen geholfen, die einfach nicht so schnell sein konnten und ganz verstoert und traurig da standen, waehrend andere wirklich ihren Rucksack beladen haben und es schwer fuer uns war sie dazu zu bringen ihre Eier zu teilen. Das haben wir am Ende auch den Sisis ueberlassen.
So haben wir mit den Kindern Ostern gefeiert, ein tolles Erlebnis.
Wir sassen danach erstmal muede in der Flat und haben uns ueber das Erlebte unterhalten. Dann wurde uns bewusst, dass wir zwar den Kindern ein richtiges Osterfest geboten hatten, wir aber irgendwie dabei auf der Strecke geblieben waren. Marie und Johanna entschlossen dann ploetzlich einen Osterbrunch zu machen und sind nach Mitchells Plain (ein Coloured Township neben Khayelitsha) einkaufen gefahren und haben danach den Zutritt zur Flat verboten. Nach einer Weile durften wir dann aber eintreten und es hat uns den Atem verschlagen, so einen tollen Bruch hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, mit allem was das Herz begehrte. Sogar Eier hatten sie versteckt und das artete dann zu einer stundenlangen Suche aus, wobei manche Eier aus Spass immer wieder versteckt wurde....
Doch um solch ein grosses Versteckspiel (es sind ja um die 100 Kinder, die sich an der Suche beteiligen wuerden – das Babyhaus ausgeschlossen) muessen erstmal so viele Eier her....So haben wir Freiwilligen eine grosse Eieranmalaktion gestartet. Jeder von uns hat sich in eins der Clusterhaeuser gesetzt mit einer gewissen Menge an gekochte Eiern, Farben und Pinseln. Jedes Kind durfte zwei Eier selber gestalten. Erzaehlt haben wir ihnen, dass wir all diese Eier in der Community verteilen wollten als Ostergeschenk und haben vorgegaukelt, dass es keine Eiersuche geben wuerde, wir von dieser Tradition nichts wissen wuerde. Manch einer war traurig, enttaeuscht und andere richtig sauer darueber! Aber sie haben troztedem fleissig gemalt und gestaltet und es sind teilweise wirklich richtige schoene Eier entstanden. Damit die Kinder nicht von Cluster zu Cluster wechseln konnten, um mehr als 2 Eier bemalen zu koennen (wir hatten abgezaehlte Eier) hatte jeder von uns einen Markerstift und jedes Kind, dass mit seiner Bemalung fertig war, hat ein Kreuz auf die Hand bekommen, so dass die anderen Freiwilligen erkennen konnten, wer noch malen durfte und wer nicht.
In den spaeten Abendstunden wurde dann in der AVIVA-Flat eine Eiernestaktion von uns gestartet. Denn natuerlich wollten wir die von den Kindern bemalten Eier nicht der Community geben – was aber bestimmt auch schoen gewesen waere – sondern verstecken, aber wir wollten es als richtige Ueberraschung machen. Neben den bemalten Eiern hatten wir noch eine riesige Marshmallow-Eier Spende bekommen und dann sollte jedes Cluster, sowie Clemens und Babyhaus ein gruenes Ostereiernest mit richtigen Schockoeiern und Osterhasen bekommen. Die mussten noch schoen hergerichtet werden. Dann haben auch wir uns schlafen gelegt.
Am naechsten Morgen hiess es dann fuer uns frueh aufstehen, was 5 Uhr bedeutete. Die Kinder hatten zwar Ferien, doch auch da werden sie frueh geweckt und wir mussten vor ihnen fertig sein. Die Kinder muessen morgens alle gewaschen werden und dann ist es sehr wichtig, dass sie ihre Medizin immer puenktlich um 7am bekommen, besonders bei den HIV+ Kindern. So hat sich jeder von uns Eier geschnappt und in ganz Baphumelele versteckt – was hiess dass in jedes Eckchen eins gekommen ist, auf Fensterbretter, auf den Boden, ueberall wo es eine Ablage gab, denn es mussten genuegend Eier sein fuer 100 Kinder, so dass jeder was bekommen konnte – wobei die Marshmallows einfach ueberall hingeworfen und die bemalten Eier vorsichtig hingelegt wurden. Dann haben wir noch ein paar aufgeblasene Luftballons verteilt und vor jedes Haus ein Schild mit ‚Happy Easter’ gehaengt. Wir Freiwilligen haben und dann jeweils eins von den vorbereiteten Osternestern geschnappt und uns vor die Tuern der Haeuser gestellt, um die Kinder in Zaum und drinnen zu halten. Wir wollten alle gleichzeitig um 6.15am aus der Tuere lassen, so dass alle auch gleiche Chancen hatten. Manche Cluster haben es garnicht bemerkt, waehrend man bei anderen wiederum bemerken konnte, dass die Kinder immer aufgeregter wurden und ungeduldig. Dann war es soweit, jeder ist in sein Haus gegangen, hat frohe Ostern gewuenscht und der Sisi den Osterkorb uebergeben. Den sollte sie am Ende gerecht verteilen, fuer jeden etwas. Bei mir standen die meisten Kinder schon mit Schulrucksaecken (natuerlich leer) in den Startloechern. Ich konnte sie gerade noch zurueck halten, um ihnen zu verdeutlichen, dass jeder nur 10 Eier einsammeln durfte (was total illosorisch war, aber wenigstens hatte ich es versucht) und dann stuerzten sie schon los mit der Angst nichts mehr abzubekommen...
Es war ein unheimliches Chaos und doch hat es mir das Herz erwaermt, wenn ich die Kinder mit ihren strahlenden verschlafenen Gesichtern die Eier in der Hand halten gesehen habe. Manche von den Grossen haben den Kleinen geholfen, die einfach nicht so schnell sein konnten und ganz verstoert und traurig da standen, waehrend andere wirklich ihren Rucksack beladen haben und es schwer fuer uns war sie dazu zu bringen ihre Eier zu teilen. Das haben wir am Ende auch den Sisis ueberlassen.
So haben wir mit den Kindern Ostern gefeiert, ein tolles Erlebnis.
Wir sassen danach erstmal muede in der Flat und haben uns ueber das Erlebte unterhalten. Dann wurde uns bewusst, dass wir zwar den Kindern ein richtiges Osterfest geboten hatten, wir aber irgendwie dabei auf der Strecke geblieben waren. Marie und Johanna entschlossen dann ploetzlich einen Osterbrunch zu machen und sind nach Mitchells Plain (ein Coloured Township neben Khayelitsha) einkaufen gefahren und haben danach den Zutritt zur Flat verboten. Nach einer Weile durften wir dann aber eintreten und es hat uns den Atem verschlagen, so einen tollen Bruch hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, mit allem was das Herz begehrte. Sogar Eier hatten sie versteckt und das artete dann zu einer stundenlangen Suche aus, wobei manche Eier aus Spass immer wieder versteckt wurde....
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