Den Sonnenaufgang am frühen Morgen im Krugerpark zu erleben ist was wunderbares; alles erwacht zum Leben, ein neuer Tag bricht an. Es heisst ja immer am Morgen und am Abend sei die Tierbeobachtung am besten... an diesem Morgen, es war unser letzter in Park war uns das Glueck mal wieder so richtig hold. Wir fuhren die Strassen entlang, etwas abseits der Hauptstrasse, un ddachten schon an wir würden nichts zu Gesicht bekommen...plötzlich, ohne Vorwarnung, die Strasse ging ein bisschen den Buckel herauf, sahen wir oben etwas entlang spazieren und wollten es erst garnicht wahrhaben...war es Wirklichkeit? Wir hatten die Hoffnung ja schon fast begraben....doch, Simba der Löwe...er war es tatsächlich!!! Und er ließ sich auch überhaupt nicht von unser Ankunft stören. Trottete da so ganz gemütlich einher, den Morgen geniessend, die Ruhe und den Frieden um ihn herum. Wir kamen näher und er sah sich langsam um, konnte uns garnicht übersehen, lief aber dann uninteressiert weiter. Da erblickten wir etwas im Augenwinkel auf der anderen Strassenseite und der Löwe hat das wohl auch bemerkt, denn er wurde etwas unruhig...ein Buffalo kam da mit starrem Blick auf den Löwe zu, und er schien nicht so begeistert von dessen Anwesenheit...nach sehr kurzer Zeit schien das Simba doch zu unangenehm zu werden und er ließ den schnaufenden Buffalo das Revier, zog durch den Busch von dannen...der Buffalo schaute ihm noch etwas grimmig hinterher, trottete aber dann auch von dannen...!
Solch ein Erlebniss ist sicherlich nicht gleich gegeben, auch wenn der Kruger National Park dafuer bekannt ist sehr sehr viele Tiere zu beherbergen...
Angekommen sind wir aber 2 Tage früher schon. Und ich muss sagen wir hatten wohl wirklich eine richtige Glücksphase...!
Um das einmal zu verdeutlichen möchte ich nicht den ganzen Aufendhalt beschreiben, sondern nur einen kleinen Einblick in das gesehene geben, die specials sozusagen...:
- wir haben alle Big Five gesehen: Löwe, Büffel, Leopard, Elefant und Nashorn!
- Zebras, Kudus, Schakal, Giraffen, Warzenschweine, Gepard (Cheetah), Antilopen aller Art, Geier, Adler, Impalas, Nilpferd, Krokodile, Affen, Gnus, viele bunte Vögel (wie einen Sazu...für die die König der Löwen kennen...)
- wir sind an einem art See vorbei gefahren und da standen einige Autos und haben etwas beobachtet - wenn im Kruger irgendwo mehrere Autos stehen, das ist da ganz bestimmt etwas besonderes zu sehen und man sollte sich die Zeit nehmen um kurz mal anzuhalten um auch zu schauen - das hat uns natürlich interessiert. Und da haben wir doch tatsächlich gesehen wie eine Menge Krokodile sich an einem Nielpferd zu schaffen gemacht haben un dgerade dabei waren das Gehirn auf zu fressen...
- als es schon sehr spät war und wir knapp mit der Zeit wurden (die Tore zu den Camps schliessen um 17.30 und wer zu spät kommt muss Strafe zahlen) haben wir vielleicht 5 Kilometer vor dem Tor zum Pretoriouskop Camp ein Leopardenjunges über die Strasse und ins Gebüsch huschen sehen. Der letzte der Big Five der und noch gefehlt hat; und ein Leopard ist wirklich selten zu sehen...!
- wir fuhern am ersten Morgen die Strasse entlang und sahen wieder einige Autos stehen und erkundigten usn, was denn los sei und tatsächlich, da lagen in wenig Entfernung zwei Cheetahs und haben sich gesonnt...eine der ersten Tiere die wir gesehen haben, wunderbar!
- auf dem Rueckweg zum ersten Camp kamen wir an einer Wasserstelle vorbei und sahen zum ersten Mal Nielpferde, das wollten wir uns kurz näher anschauen...erst nach einer Weile begriffen wir das nicht die Nielpferde die eigentliche Atraktion waren, die die ganzen Menschen in ihren Autos beobachteten, sondern eine ganze Löwenfamilie, die es sich am Ufer bequem gemacht hatte...
- wir fuhren um die Ecke und was erblickten wir da...eine Horde von vielleicht 200 Büffeln...
Und jetzt zum Abschluss noch einen kleinen Krimi...:
Es war wohl gegen Mittag und wir dachten wir ruhen uns ein bisschen aus, da kam uns die grosse Wasserstelle zum beobachten gerade recht. Also parkten wir und machten es uns im Auto bequem - man darf ja nicht aussteigen - und da sahen wir auch schon eine Giraffe, die sich an einem Baum zu schaffen machte und etwas weiter hinten eine Warzenschweinfamilie. Wir beobachteten einen Vogel und dann erblickten wir auch noch eine Horde Antilopen, die gemütlich zusammen standen. Nochmal ein kurzer Blick auf die Giraffe und ganz im Hintergrund sahen wir Zebras grasen. Plötzlich zuckte ich zusammen, denn da bewegte sich sehr schnell was hinter ein paar Bäumen bei den Antilopen, es sah aus wie ein Raubtier das eins der Tiere anfiel...dann war plötzlich alles wieder ruhig, aber die Tiere schienen wachsamer zu sein. Und da erblickte ihn Jakob durch sein grosses Objektiv... wir hatten kein Fernrohr dabei, was wirklich gefehlt hat...ein Cheetah kam daher geschlendert. Er war es wohl, der ein Tier angefallen hatte und jetzt setzte er sich ganz gemütlich etwas abseits und schien zu beobachten. Da erblickten wir auch das Junge im hohen Gras sitzten, abseits von der ganzen Gruppe. Darauf schien es das Raubtier also abgesehen zu haben. Die Horde Antilopen hielt sich jetzt etwas abseits, aber zwei Tiere lösten sich und liefen vorsichtig um den Cheetah herum, schienen das Tier ablenken zu wollen..es waren wohl die Eltern des Jungen. Aber der Cheetah war gelassen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und nicht stören. Irgenwann stand er dann auf und schlenderte langsam auf das Junge im Gras zu. Das erhob sich und wanderte rückwärts zum Wasser. dort tauchte es dann am Ufer auf und der Cheetah verschwand im hohen Gras. Die Antilopeneltern wachsam und langsam hinterher. Das Junge humpelte shcon ein bisschen und lief das Ufer entlang, immer nach hinten blicken, wo das Raubtier war, der ließ sich eine Weile nicht mehr blicken, tauchte dann aber aus dem Gras auf und schlich hinter dem Jungen her. Nach einem kurzen Zögern entschloss sich das Junge dann und wählte das Wasser als Fluchtweg, schwamm zur anderen Seite des kleinen Sees. Nun war der Cheetah etwas unschlüssig, ins Wasser schien er nicht zu wollen, aber er konnte ja auch aussen herum schleichen, und so verschwand er wieder im hohen Gras und es war schwer ihm mit den Augen zu folgen, wo er sich aufhielt. Aber die Eltern waren immer dicht hinter ihm und mit denen wollte er sich nicht anlegen. Das Junge stand zitternt auf der anderen Seite und wusste nicht recht, was es tun sollte. Irgendwann tauchte der Cheetah dann hinter einem Baum auf und schien etwas unschlüssig....dann brach er das ganze ab und schlenderte von dannen.
Das Junge hatte für diesen Moment wirklich etxtrem Glück gehabt!
Für uns war es richtig spannend, Jakob war ganz scharf auf eine Jagd und ich hatte doch irgendwie Mittleid mit dem Jungen...es ist toll das Verhalten solcher Tiere in gewissen Siu´tuationen zu beobachten. Wie der Cheetah sich eben nicht getraut hat das Junge anzugreifen, während er die Eltern im Nacken sitzen hatte...
Und so nimmt das Leben im Kruger National Park seinen täglichen Verlauf...
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