Es ist kaum zu glauben, aber es ist tatsaechlich vobei. Ein Jahr klignt nach einer halben Ewigkeit und kann dabei doch so kurz sein. Mir ist die Zeit definitive davon geflogen und ploetzlich musste ich schon meine Koffer packen und meine Runde durch ganz Baphumelele machen, um mich zu verabschieden.
Als ich vor einem Jahr am Frankfurter Flughafen in mein Flugzeug nach Suedafrika gestiegen bin hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was dieses wunderbare Land mir gebe kann. Heute kann ich sagen, ich habe ein neues Zuhause gefunden. Natuerlich wird auch Deutschlad immer meine Heimat bleibe, aber Suedafrika ist etwas sehr wertvolles fuer mich geworde, was ich mir nicht mehr aus meinem Leben weg denken kann oder moechte.
Da ist Baphumelele. Ein ganzes Jahr durfte ich in dem Childre’s Home wohnen, arbeiten, ja leben. Die Kinder sind ein unglaubliches Geschenk Gottes. Man kann sich kaum vorstellen, was mache von ihnen erleben mussten, in welchen Verhaeltnissen sie gefunden wurden. Und doch sind sie immer noch zwischen uns, strotzen teilweise vor Energie und Lebensfreude, ihr Laecheln zaubert jedem von uns auch ein Laecheln auf die Lippen. Man kann ihrem Charm nicht entgehen. Sicherlich hatte dieses Jahr in Baphumelele auch seine ermuedenden, schwierigen, nervigen und anstrengenden Seiten und Zeite, doch muss ich feststellen, selbst diese werde ich vermisse. Sie gehoeren einfach dazu, sowie Faden und Nadel zusammen gehoeren, wenn man naehen moechte. Und dann unsere Kleinsten, die Babies… am liebsten wuerde ich sie alle adoptieren oder in meinen Koffer packen. Es ist unglaublich, wie sie alle in diesem Jahr gewachsen sind und sich entwickelt haben. Krabbeln, sitzen, laufen, robben, rollen, greifen, lachen, sprechen und so vieles mehr…
Zu Baphumelele gehoeren natuerlich auch die Carer und das Office, sowie das Bonita, wo ich durch meine Taetigkeit in der Medizin bestimmt die Haelfte des Jahres verbracht habe. All diese Menschen habe ich unglaublich fest ins Herz geschlosse, manche sind zu Freunden geworden… es ist schwer im Augeblick mir ein Leben vorzustellen ohne sie alle. Als ich Deutschland verlassen habe war es fuer mich nicht soooo schwer, weil ich wusste, dass ich wiederkomme. Doch nun habe ich keine Ahnung, wann ich diese Menschen wieder sehen werde. Alles das treibt mir ein bisschen die Traenen in die Augen.
Dann gibt es da noch Crossroads, ein anderes Township, mit Babalwa, Luba, Mama L., Simphiwe, Zukie, Pino und BooBoo… diese Menschen sind mir eie Familie geworden und der Ort ein Zuhause. Dort fuehle ich mich wohl und zufrieden, angekommen.
Um es auszuweiten… Cape Town. Mein erster Eindruck war damals, dass es viel zu europaeisch ist. Ich war froh in einem Township zu wohnen. Und dann lernte ich diese Stadt wirklich kennen mit all ihren Fazetten und ich dachte nur, unglaublich. Schon allein die Lage mit dem Tafelberg und dem Meer ist einzigartig. Dann ist CT nicht nur einfach eine Stadt, sie besteht aus so vielen verschiedenen Teilen, wie District Six, Bookap, Waterfront, Longstreet und und und… einfach eine Stadt zum lieben. Die Aussicht, die man vom Tafelberg, Lionshead oder Signalhill geniessen kann oder wenn man am Abend das Lichtermeer erblickt ist einfach nur traumhaft, einzigartig und unbeschreiblich.
Und dann das ganze Land. Ich kann kaum behaupten ein Drittel davon kennengelernt zu haben, doch schon allein das ist berauschend.
All das soll ich nun hinter mir lassen…
Dieser Gedanke macht mir das Herz schwer. So sehr ich mich auch freue euch alle wieder zu sehen und euch in die Arme zu schliessen, so kann ich mir doch keinen schmerzhafteren Abschied als diesen hier vorstellen und ein Teil von mir wird immer in diesem wunderbaren Land bei diesen unglaublichen Menschen bleiben, Menschen, die ich so sehr lieben gelernt habe.
Ich moechte Danke sagen fuer alles das, was ich lernen und erlebe und beobachten durfte…
Samstag, 5. September 2009
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