Nach dem Basketball-Mittag sind wir (Anil, Lina, Freddie und Johanna) noch nach Kapstadt gefahren. Johanna und Freddie haben wir in der Longstreet abgesetzt und wir, der Rest, sind in die deutsche Schule gefahren. Der Weg dorthin war extrem voll und wir hatten Schwierigkeiten hinzu kommen; es war ja Bazar und der Andrang schien sehr hoch zu sein. Aber wir haben dann doch noch ein Parkplatz gefunden und uns ins Getummel gestürzt.
Das war erst mal ein großer Kulturschock. Warum? Fast 3 Monate Afrika habe ich nun erlebt und ich bin so langsam wirklich in dieses Land und in die Gewohnheiten hinein gewachsen.
Auf diesem Bazar war wirklich sehr viel los, eine Gedränge ohne Ende und viel zu viele Deutsch (aber es ist ja auch die deutsche Schule...). Also haben wir drei uns erst mal durch das Gedränge hindurch geschlängelt um zu Anil`s Freund Phillip zu gelangen, der hier für ein Jahr arbeitet. Da ist uns natürlich auch gleich der Brat- und Bockwurst Stand aufgefallen. Nachdem wir Phillip Hallo gesagt hatten, haben wir uns auch gleich in die Reihe dafür gestellt. Deutsche Bratwurst..... man muss schon gut suchen um hier wirklich leckeres Fleisch zu finden, oder man gibt wahnsinnig viel Geld aus. Naja das Fleisch im Pick ´n Pay ist nicht immer no ansprechend. Und für den Metzger reicht das Geld nicht. Die angebotenen Schafsköpfe am Straßenrand wirken auch nicht so sonderlich ansprechend. Das war also ein Genuss! Doch dann haben wir das Zelt gesehen. Es war wirklich wie in Deutschland - vielleicht sogar wie auf dem Oktoberfest - jedenfalls das Zelt wirkte so. Lina war zu geschockt um hinein zu gehen, doch ich hab mich gewagt. Ich denke, ich hab eine etwas komische Figur abgegeben, wie ich da so in der angetrunkenen und Bier trinkenden Menge stand, die sich einen abgegrölt und getanzt hat, während eine Band (auch deutsche) Lieder geträllert hat. Ich hatte meine Wasserflasche in der Hand und hab mit halb offenen Mund durch die Gegend gestarrt und gestaunt. Es war schon irgendwie komisch, zum einen Teil hab ich mich „heimisch“ gefühlt und zum anderen Teil vollkommen fremd. Heimisch nicht durch die grölende Menge, aber eben durch die vielen Deutschen und alles drum herum (nicht das ihr jetzt denkt ich wäre in Deutschland immer nur an solchen Orten gewesen ;-) ) Aber ich hab so was eben eine lange Zeit nicht mehr erlebt.
Leider war der wirkliche Bazar schon zu Ende, es gab nur noch etwas zu Essen und Trinken, denn wir waren zu spät in Khayelitsha aufgebrochen. Aber nur um das Erlebnis zu haben hatte es sich schon gelohnt. Wir haben dann noch kurz das Schulgebäude angeschaut – dort machen sie gerade eine faszinierende Stuhlauktion. Künstler, aber auch andere Menschen und Klassen habe einfache Stühle zu Kunstwerken gemacht. Es gab Stühle da wurde ein Schachbrett auf die Sitzfläche gemacht, Zeitungsartikel eingelassen, Kuhflecken draufgemalt, es gab einen Prinzessinnenstuhl, einen Waldkönigstuhl und auch einen der zur „Toilette“ umfunktioniert wurde. Es war richtig schön anzusehen, und diese Stühle werden in einer geheimen Auktion versteigert und das Geld gespendet.
Danach saßen wir noch eine Weile bei Phillip im Zimmer und dann ging es auch schon Johanna und Freddie einsammeln und zurück nach Khayelitsha.
Aber über dieses „deutsch“ – Erlebnis haben besonders Lina und ich noch eine Weile geredet.
Sonntag, 9. November 2008
Makhaza und das Open-Mic
Makahza ist ein Teil von Khayelitsha und mit dem Auto von uns etwa 10 Minuten entfernt. Lala, ein Junge, denn wir auf dem Khayelitsha Festival kennen gelernt hatten hat uns hier her eingeladen. Er hat uns erzählt er würde eine Open-Mic Session organisieren mit einem Basketball Tournier. Erst mal ist er ein unheimlich lieber Kerl gewesen und außerdem wollen wir ja so viel es geht hier herum kommen, also haben wir uns an diesem Samstag auf den Weg dorthin gemacht. Leider waren wir etwas zu spät und haben das open Mic verpasst. Doch das Basketball Tournier war am laufen und es war wirklich gut. Die meisten Spieler waren richtige Riesen und konnten den Ball gerade in den Korb heben. Wir konnten nicht mitspielen, da alle schon als Team gekommen waren. Doch wir konnten uns einen der Bälle schnappen und auf der anderen Seite ein paar Körbe werfen. Das war auch ganz lustig. Danach haben wir dann nur noch zugeschaut. Manche haben richtig fantastisch gespielt und es war eine Freude das mit anzusehen. Auch die Leute da waren wieder unheimlich nett. Einer der Jungs kam zu uns und hat sich einfach vorgestellt und dazu gesetzt und hat uns gesagt er wollt einfach nur zeigen das sie uns nicht ignorieren sondern sich freuen das wir auch da sind. Das war schön.
Am Ende hat Lala dann noch eine kurze Ansprache gehalten. Er hatte das Tournier und alles drum herum mitorganisiert, weil er und seine Jungs die Menschen etwas näher zusammen bringen wollen. Sie wollen, dass man sich untereinander neu oder besser kennen lernt, damit nicht mehr so viel Gewalt und Kriminalität herrscht. Es war für jung und alt. Und besonders denn jungen wollte er zeigen, dass es eine Möglichkeit gibt nicht nur herum zu hängen und da durch vielleicht auf die falsche Bahn zu geraten. Straßentourniere oder ähnliches bringt die Menschen zusammen. Doch hat er auch darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr wichtig ist in die Schule zu gehen und zu lernen, damit man später etwas aus sich machen kann, das hat er auch besonders an die jüngeren gerichtet, die ihm auch sehr aufmerksam zugehört haben. Mich hat diese Ansprache unheimlich beeindruckt. Lala ist auch noch sehr jung, vielleicht 18/19 Jahre alt. Es ist beeindruckend, wie viele junge Menschen sich hier für die anderen und die Zukunft einsetzen und versuchen etwas zu verändern und den jüngeren ein Vorbild zu sein. Und ganz stark mit der HipHop Musik oder solchen Straßenevents versucht man die Kinder von der Straße zu holen. Es war ergreifend, wie ihm alle mit offenen Ohren und Augen gelauscht haben. Dann hat er sich noch bei allen bedankt, die gekommen waren, denn es waren auch welche aus anderen Townships da. Er hat sich sogar bei uns bedankt, dass wir gekommen sind. Ihm war das sehr wichtig, da er damit auch zeigen wollte, dass wir akzeptiert und aufgenommen werden.
Lala und seine Jungs wollen noch weitere dieser Tourniere und Events organisieren und ich hoffe sehr das er uns davon rechtzeitig erzählt, so das wir wieder daran teilhaben können, denn es hat sehr viel Spaß gemacht und war schön auch die Menschen aus Khayelitsha und Umgebung kennenzulernen.
Am Ende hat Lala dann noch eine kurze Ansprache gehalten. Er hatte das Tournier und alles drum herum mitorganisiert, weil er und seine Jungs die Menschen etwas näher zusammen bringen wollen. Sie wollen, dass man sich untereinander neu oder besser kennen lernt, damit nicht mehr so viel Gewalt und Kriminalität herrscht. Es war für jung und alt. Und besonders denn jungen wollte er zeigen, dass es eine Möglichkeit gibt nicht nur herum zu hängen und da durch vielleicht auf die falsche Bahn zu geraten. Straßentourniere oder ähnliches bringt die Menschen zusammen. Doch hat er auch darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr wichtig ist in die Schule zu gehen und zu lernen, damit man später etwas aus sich machen kann, das hat er auch besonders an die jüngeren gerichtet, die ihm auch sehr aufmerksam zugehört haben. Mich hat diese Ansprache unheimlich beeindruckt. Lala ist auch noch sehr jung, vielleicht 18/19 Jahre alt. Es ist beeindruckend, wie viele junge Menschen sich hier für die anderen und die Zukunft einsetzen und versuchen etwas zu verändern und den jüngeren ein Vorbild zu sein. Und ganz stark mit der HipHop Musik oder solchen Straßenevents versucht man die Kinder von der Straße zu holen. Es war ergreifend, wie ihm alle mit offenen Ohren und Augen gelauscht haben. Dann hat er sich noch bei allen bedankt, die gekommen waren, denn es waren auch welche aus anderen Townships da. Er hat sich sogar bei uns bedankt, dass wir gekommen sind. Ihm war das sehr wichtig, da er damit auch zeigen wollte, dass wir akzeptiert und aufgenommen werden.
Lala und seine Jungs wollen noch weitere dieser Tourniere und Events organisieren und ich hoffe sehr das er uns davon rechtzeitig erzählt, so das wir wieder daran teilhaben können, denn es hat sehr viel Spaß gemacht und war schön auch die Menschen aus Khayelitsha und Umgebung kennenzulernen.
Zum ersten und hoffentlich nicht letzten Mal - das Khayelitshafestival
Das gab es dieses Jahr zum ersten Mal hier im Township.
Aufgebaut und stattgefunden hat es in einer großen Halle in Khayelitsha, etwa 5 Minuten entfernt von uns. Es hat gewirkt wie eine kleine Messe. Man ist hinein gekommen in die Halle – nachdem man 3 Mal das Ticket vorzeigen und es dann am Schluss auch noch abgeben musste – und hat einen kleinen Stand neben dem anderen gesehen. Das meiste waren Infostände, wo man aber auch etwas kaufen konnte. Es war alles auf zwei Ebenen aufgebaut, oben war quasi die Empore einmal außen herum und unten dann die eigentliche Halle mit etwa 6-8 Reihen Stände. Auch Baphumelele hatte dort einen Infostand, weshalb wir auch eine Menge Tickets auf Vorrat hatten und keinen Eintritt zahlen mussten.
Die Stände waren sehr unterschiedlich. Anziehsachen, Schütz die Umwelt/Rettet Öl, Segeln, Baphumelele, Kleidungsdruck, Nagel- und Haarstudio, Taschen, Musik, Schmuck, soziale Townshipprojekte... es gab wirklich alles.
Auf beiden Seiten der Halle gab es Ausgänge. Auf der einen Seite war draußen eine riesige Bühne aufgebaut, wie auf einem Konzert, und es sind verschiedene, teilweise hier sehr bekannte Künstler aufgetreten. Auf der anderen Seite gab es Essens- und Getränkestände und es war noch ein kleines Zelt aufgebaut. Dort drunter gab es noch ein paar wenige Stände und eine weitere, etwas kleinere Bühne, wo auch Künstler – unter anderem unser lieber Sim – aufgetreten ist. Es waren wirklich fantastische Vorstellungen!!! Soweit ich mitbekommen habe ist alles auch sehr gut bei den Menschen hier angekommen. Was sehr schön ist, denn solche Sachen können Zukunftsbringen sein für Townships wie Khayelitsha.
Aufgebaut und stattgefunden hat es in einer großen Halle in Khayelitsha, etwa 5 Minuten entfernt von uns. Es hat gewirkt wie eine kleine Messe. Man ist hinein gekommen in die Halle – nachdem man 3 Mal das Ticket vorzeigen und es dann am Schluss auch noch abgeben musste – und hat einen kleinen Stand neben dem anderen gesehen. Das meiste waren Infostände, wo man aber auch etwas kaufen konnte. Es war alles auf zwei Ebenen aufgebaut, oben war quasi die Empore einmal außen herum und unten dann die eigentliche Halle mit etwa 6-8 Reihen Stände. Auch Baphumelele hatte dort einen Infostand, weshalb wir auch eine Menge Tickets auf Vorrat hatten und keinen Eintritt zahlen mussten.
Die Stände waren sehr unterschiedlich. Anziehsachen, Schütz die Umwelt/Rettet Öl, Segeln, Baphumelele, Kleidungsdruck, Nagel- und Haarstudio, Taschen, Musik, Schmuck, soziale Townshipprojekte... es gab wirklich alles.
Auf beiden Seiten der Halle gab es Ausgänge. Auf der einen Seite war draußen eine riesige Bühne aufgebaut, wie auf einem Konzert, und es sind verschiedene, teilweise hier sehr bekannte Künstler aufgetreten. Auf der anderen Seite gab es Essens- und Getränkestände und es war noch ein kleines Zelt aufgebaut. Dort drunter gab es noch ein paar wenige Stände und eine weitere, etwas kleinere Bühne, wo auch Künstler – unter anderem unser lieber Sim – aufgetreten ist. Es waren wirklich fantastische Vorstellungen!!! Soweit ich mitbekommen habe ist alles auch sehr gut bei den Menschen hier angekommen. Was sehr schön ist, denn solche Sachen können Zukunftsbringen sein für Townships wie Khayelitsha.
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