Sommer, Sonne, Wärme....Hitze..... und das an Weihnachten, da kommen wirklich so gar keine Weihnachtsgefühle auf. Die Kinder haben schon seit Anfang Dezember Weihnachtsgeschenke regelrecht hinterher geschmissen bekommen, von irgendwelchen Firmen, Schulen, Privatmenschen etc. gespendet. Jeder will den Kindern von Baphumelele etwas gutes tun. Das ist sehr schön, aber dadurch habe ich das Gefühl, lernen die Kinder gar nicht so richtig Weihnachten schätzen. Es gibt eben Geschenke über Geschenke!
Bei mir ist jegliches weihnachtliche Gefühl ausgeblieben, ansatzweise ist es aufgetaucht beim vielen Karten und Briefe schreiben.
Angefangen hat dann alles am 24.12., wo doch eigentlich für uns der große und besondere Tag sein sollte. Doch Pustekuchen, hier ist alles anders. Wie in anderen Teilen der Welt wird erst am 25.12. gefeiert. Doch auch heute hätte der traditionshalber etwas stattfinden sollen. Die Kinder hätten, alle weiß angezogen, durch die Community ziehen sollen um Geschenke zu verteilen und danach hätte Mama Rosie eine Weihnachtsgeschichte erzählt, wie jedes Jahr. Das ist dann aber flach gefallen, weil diejenige, die es hätte organisieren sollen, nichts dergleichen getan hatte. Sehr schade für uns, weil es immer super spannend und interessant ist etwas von den Traditionen hier mitzubekommen. So hieß es für uns am 24.12. nur bastelt, basteln, basteln und danach die Crèche (Kindergarten) zu schmücken, denn dort sollte alles am nächsten Tag stattfinden. Am Abend haben wir uns dann mit den AVIVA´s (das sind andere Freiwillige hier in Baph) zusammen getan und mit ihnen einen schönen aber etwas chaotischen Abend gehabt. Wir wollten Kartoffelschnitze im Ofen machen, aber das hat Stunden gedauert und jeder hat Hunger bekommen, so wurde der Dipp schon mit Toast und Karotten gegessen. Es blieb aber auch noch etwas für die Schnitze übrig. Während ich ein bisschen Weihnachtsweh bekommen habe, weil bei mir zu Hause doch sehr groß gefeiert wird, haben die anderen stundenlang Twister gespielt und der Abend war trotz allem noch sehr lustig.
Am 25.12. hieß es dann gegen 6:00 in der Clemenskitchen bereit stehen. Wir mussten das Frühstück mit helfen vorzubereiten. Aus ca. 300 Eiern wurde in zwei riesigen Töpfen Rührei gemacht, dazu gab es Bacon, Brötchen, Wurst und komischerweise auch noch Fischstäbchen. Wie alles war auch das hier etwas unorganisiert und so bekamen nur ersten Kinder wirklich von allem etwas. Statt einfach anfangs durchzuzählen und zur Not alles noch mal in Hälften zu teilen wurde bei den ersten Tellern alles doppelt und dreifach draufgeklatscht und am Ende war kein Bacon und keine Wurst, ja sogar keine Fischstäbchen mehr da. Aber letzten Endes wurden dann doch alle satt und waren glücklich.
Nach einer etwa 5 Minutenpause ging es dann schon weiter. Marie und Freddie haben das Braai (Grill-) fleisch von Mama Rosie´s Haus, das nur einmal um die Ecke liegt, nach Baph geholt. Das war dieses Jahr etwas besonderes, denn das gibt es normalerweise nicht, doch das Fleisch war eine Spende... Während Freddie schon mal den Grill angeschmissne hat haben wir in der Clemenskitchen geholfen das Fleisch auszupacken, zu waschen, zu schneiden und zu würzen. Danach ging es dann hinter den Woodworkshop zum grillen. Denn Hauptteil dort haben die Jungs (Freddie und Jakob) übernommen, aber auch Johanna und ich haben geholfen. Ca. 5 Stunden und 50 Kilo Fleisch später war alles fertig. Grillen für 100 Kinder und 20 Sisis, das ist unglaublich.
Unterdessen waren aber auch die anderen nicht untätig, sie mussten in der Crèche Geschenke einpacken und den Kindern zuweisen. Doch das war ziemlich schwierig, weil die meisten Sachen schon eingepackt von den Schulen, Firmen oder Privatpersonen hier angekommen waren, wir aber nicht wussten, was darin war. also hieß es bei den meisten Päckchen auspacken, schauen was drin ist, einem Kind zuweisen und wieder einpacken, Namen drauf und das nächste Geschenk. Eine ebenfalls Stunden dauernde Arbeit!
Doch irgendwann ist auch die längste Arbeit zu Ende und so konnte es weiter gehen. Die Kinder saßen alle an hergerichteten Tischen in der Crèche und haben ihre Wurst im Brötchen mit noch einem Stück Hühnchen, Rotkraut und irgendwas mit Bohnen bekommen und gegessen. Danach gab es dann ein Geschenk für jeden, welche wir Freiwilligen mit Nodipa aus dem Office ausgeteilt haben.
Dann war der Tag eigentlich auch schon so gut wie um, doch wo blieb unsere eigene Bescherung...?
Irgendwann wurde uns verboten in die Flat zu gehen, denn da waren Jonas und Allison im Gange. Wir hatten uns einen kleinen Plastikweihnachtsbaum aus dem Office „ausgeborgt“. Dann haben wir uns alle auf der Treppe die zur Flat hoch geht getroffen und ein bisschen Weihnachtslieder gesungen und geträllert. Irgendwann durften wir dann auch durch die Türe. Es war so toll! Jonas und Allison hatten den Baum auf unseren kleinen Tisch gestellt, darum die Geschenke verteilt und zwischendrin alles mit ein paar Teelichtern verziert. Wir haben uns alle um den Baum gesessen und ein Weihnachtslied (Holy Night) gesungen. Danach haben wir immer gegenseitig die Geschenke ausgepackt, einer nach dem anderen. Es war unglaublich, aber es ist ein bisschen eine Art Weihnachtsgefühl entstanden, endlich!
Der Abend war noch sehr schön, wir haben zusammen gesessen, gelacht, der Musik gelauscht – das war auch noch eine Überraschung, denn Allison und Jonas hatten eine wunderbare Anlage für unsere Flat gekauft, nachdem wir Monate lang ohne Musik auskommen mussten - und geredet.
Das war Weihnachten 2008, anders aber trotzdem schön.
Samstag, 27. Dezember 2008
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Zimmer...oder eher Loch?
Nun will ich euch da draußen mal einen kurzen Einblick in meine Wohn- Schlafstätte geben. Nur um einen kleinen Eindruck zu verschaffen wie ich lebe.
Mein Zimmer, das ich mit Lina teile, ist etwa 2 auf 3 Meter groß. Wenn man die Türe öffnet, dann sieht man links ein Stockwerkbett, in dem ich oben schlafe. An der Wand neben dem Bett hängen jeweils Fotos von unseren Liebsten! (Also wer auch gerne noch dort hängen will darf mir gerne einen Brief mit Foto schicken ;-)).

Neben dem Bett ist gerade genug Platz um zu laufen und sich umzuziehen. Hinter dem Bett steht ein großer schwerer Schreibtisch, dessen sechs Schubladen nicht mehr alle funktionstüchtig sind. Mehr hatten wir nicht, als wir in das Zimmer kamen. Wohin also mit unseren Anziehsachen? Denn aus dem Koffer will keiner ein ganzes Jahr leben, wenn es anders geht. Also haben wir versucht kreativ zu sein und uns ein provisorisches „Regal“ gebaut. Das Regal besteht aus Backsteinen und Brettern die aufeinandergestapelt und aufeinandergelegt sind.

Es ist jedenfalls kuschelig und leider verstaubt und verdreckt es extrem schnell. Aber ich bin ja hier in einem Township und brauche keinen Luxus!
Mein Zimmer, das ich mit Lina teile, ist etwa 2 auf 3 Meter groß. Wenn man die Türe öffnet, dann sieht man links ein Stockwerkbett, in dem ich oben schlafe. An der Wand neben dem Bett hängen jeweils Fotos von unseren Liebsten! (Also wer auch gerne noch dort hängen will darf mir gerne einen Brief mit Foto schicken ;-)).
Neben dem Bett ist gerade genug Platz um zu laufen und sich umzuziehen. Hinter dem Bett steht ein großer schwerer Schreibtisch, dessen sechs Schubladen nicht mehr alle funktionstüchtig sind. Mehr hatten wir nicht, als wir in das Zimmer kamen. Wohin also mit unseren Anziehsachen? Denn aus dem Koffer will keiner ein ganzes Jahr leben, wenn es anders geht. Also haben wir versucht kreativ zu sein und uns ein provisorisches „Regal“ gebaut. Das Regal besteht aus Backsteinen und Brettern die aufeinandergestapelt und aufeinandergelegt sind.
Es ist jedenfalls kuschelig und leider verstaubt und verdreckt es extrem schnell. Aber ich bin ja hier in einem Township und brauche keinen Luxus!
Dienstag, 2. Dezember 2008
World-Aids-Day
1.12.:
Heute war der World Aids Day und natürlich wurde dieser Tag hier in Baphumelele groß gefeiert. Gewalt, Brutalität, Leid und Elend musste vor der Türe bleiben, während in den Räumen der Crèche die fröhliche Feier stattfand.

AIDS:
HIV/Aids ist eine Krankheit, die viel zu viele Menschen dahinraffen lässt. Sie ist scheinbar nicht aufzuhalten.
Doch gibt es auch sehr viele Bewegungen gegen Aids, so kann man auch hier vielerorts die Aids-Schleife sehen, überall gibt es Kondome for free, Magazine, und besonders ich erlebe in Baphumelele durch meine Tätigkeit mit der Medizin, wie viel Tabletten und Sirups es gibt, um diese Krankheit aufzuhalten, sie zu verzögern.
Leider erlebt man viel zu oft, das die Menschen Angst haben sich zu der Krankheit zu bekennen, oder sich einfach nur darauf testen zu lassen.
World Aids Day:
Der World Aids Day – am 1.12. jeden Jahres – wurde von der WHO ins Leben gerufen, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen und um sich dieser bewusst zu werden.
Schon Tage vorher wurde geplant und gemacht, denn nicht nur wir von Baph, auch von einer anderen Einrichtungen, die mit HIV in Berührung kommt, wollte eine Gruppen kommen. Wir Volunteere wurden gefragt, ob wir auch etwas vortragen könnten/würden und eigentlich wollten wir das auch; doch leider hatten wir durch verschiedene Gegebenheiten nicht mehr die Möglichkeit etwas einzustudieren.
Am Montag wurde dann den ganzen Morgen und Vormittag gekocht und vorbereitet, dass um 14:00 dann auch alles bereit sein konnte.
Angefangen hat es mit einem Prayer. Das war richtig schön und sehr emotional. Verstanden haben wir zwar nichts, aber man konnte es innerlich und äußerlich fühlen. Dann wurde gesungen und die Kinder von Baph haben Tänze vorgeführt. Danach kam dann die Gruppe von außerhalb dran. Es ist ein wahnsinns Gefühl was bei solchen afrikanischen Tänzen für Emotionen entstehen. Daraufhin haben beide Gruppen ein kleines Theaterstück aufgeführt, das von HIV gehandelt hat. Danach wurde noch viel gesprochen, gesungen und alle haben getanzt. Unglaublich war wieder mal das Körper- und Rhythmusgefühl der selbst noch sehr jungen Kinder zu erblicken, da wird man richtig neidisch. Wie die sich bewegen, so voller Freude, Überzeugung, innerlichem Gleichgewicht, egal, was draußen oder in ihrem Leben passiert. Heute durften wir Freiwilligen so richtig in die afrikanischen Wurzeln blicken.

Heute war der World Aids Day und natürlich wurde dieser Tag hier in Baphumelele groß gefeiert. Gewalt, Brutalität, Leid und Elend musste vor der Türe bleiben, während in den Räumen der Crèche die fröhliche Feier stattfand.
AIDS:
HIV/Aids ist eine Krankheit, die viel zu viele Menschen dahinraffen lässt. Sie ist scheinbar nicht aufzuhalten.
Doch gibt es auch sehr viele Bewegungen gegen Aids, so kann man auch hier vielerorts die Aids-Schleife sehen, überall gibt es Kondome for free, Magazine, und besonders ich erlebe in Baphumelele durch meine Tätigkeit mit der Medizin, wie viel Tabletten und Sirups es gibt, um diese Krankheit aufzuhalten, sie zu verzögern.
Leider erlebt man viel zu oft, das die Menschen Angst haben sich zu der Krankheit zu bekennen, oder sich einfach nur darauf testen zu lassen.
World Aids Day:
Der World Aids Day – am 1.12. jeden Jahres – wurde von der WHO ins Leben gerufen, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen und um sich dieser bewusst zu werden.
Schon Tage vorher wurde geplant und gemacht, denn nicht nur wir von Baph, auch von einer anderen Einrichtungen, die mit HIV in Berührung kommt, wollte eine Gruppen kommen. Wir Volunteere wurden gefragt, ob wir auch etwas vortragen könnten/würden und eigentlich wollten wir das auch; doch leider hatten wir durch verschiedene Gegebenheiten nicht mehr die Möglichkeit etwas einzustudieren.
Am Montag wurde dann den ganzen Morgen und Vormittag gekocht und vorbereitet, dass um 14:00 dann auch alles bereit sein konnte.
Angefangen hat es mit einem Prayer. Das war richtig schön und sehr emotional. Verstanden haben wir zwar nichts, aber man konnte es innerlich und äußerlich fühlen. Dann wurde gesungen und die Kinder von Baph haben Tänze vorgeführt. Danach kam dann die Gruppe von außerhalb dran. Es ist ein wahnsinns Gefühl was bei solchen afrikanischen Tänzen für Emotionen entstehen. Daraufhin haben beide Gruppen ein kleines Theaterstück aufgeführt, das von HIV gehandelt hat. Danach wurde noch viel gesprochen, gesungen und alle haben getanzt. Unglaublich war wieder mal das Körper- und Rhythmusgefühl der selbst noch sehr jungen Kinder zu erblicken, da wird man richtig neidisch. Wie die sich bewegen, so voller Freude, Überzeugung, innerlichem Gleichgewicht, egal, was draußen oder in ihrem Leben passiert. Heute durften wir Freiwilligen so richtig in die afrikanischen Wurzeln blicken.
Rastafari-World
Also, ich habe ja schon vieles gesehen, gehört und erlebt, aber was ich am 30.11. zu Augen bekommen habe, das war unglaublich.
Lala, unser lustiger Freund vom Khayelitsha Festival - der uns auch bei unserem Ferienprogramm für die Kids mit einem Basketballtag unterstützt – hat uns zu diesem Sunsplash-Reggae-Festival am Macassar Beach eingeladen und Marie, Lina und ich haben uns von Anil nichts ahnend dort aussetzten lassen. Es sah schon richtig toll aus von weitem. So viele Rastafari habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Von ganz jung bis ganz alt, es war wirklich alles dabei. Teilweise gab es schon fantastische Bilder von Menschen zu sehen mit den unglaublichsten Dreads auf dem Kopf. Manche hatten ganz ganz dünne, kleine, lange oder auch einen einzigen großen langen Dread. Ein paar hatten sich ihre Dreads auch zu einem Turban auf dem Kopf zusammen geschwungen und geknotet. Super anzusehen!!! Aber auch die ganz jungen Kinder hatten schon die tollsten Dreadkreationen auf dem Kopf.
Wir haben uns erst mal vor die Tore gesetzt, da wir auf Lala warten mussten, und haben gestaunt und beobachtet. Da Lala dann aber sehr lange auf sich warten ließ haben wir beschlossen schon mal rein zu gehen und uns in das Getümmel zu stürzten. Schon vor der Tür wurde man zugeraucht, nein, nicht von Zigarettenrauch, sondern von Joints. Und angeboten wurde auch schon etwas. Doch dann waren wir drinnen. Ein riesen, meist grünes Gelände direkt an einem tollen Strand. Überall verstreut standen Zelte und es gab Stände.... voll von Weed, Gras..... alles was das Herz begehrte. Aber es wurde aber nicht nur in kleinen Mengen, sondern in riesigen Bergen angeboten. Ungelogen! Es waren wirklich ganze Berge und schwarze große Plastiktüten voll mit schon vorverpackten Päckchen.
Und so billig war alles... man bekam 1 Gramm für teilweise weniger als 1 Euro!!! Ein Paradies für alle Kiffer.
Und Bilder wurden einem geboten...das „Schönste“ aber auch Erschreckenste, was ich zu Gesicht bekommen habe war eine dicke Afrikamama, die auf dem Boden saß, mit der einen entblößten Brust ihr kleines Baby gestillt hat und in der anderen Hand einen dicken Joint hatte und gemütlich geraucht hat. Jeder hat etwas geraucht auf die unterschiedlichste Art und Weise. Und die Polizei stand neben dran und hat nichts gesagt geschweigedenn gemacht.
Lala kam dann später auch noch mit ein paar Freunden und seinen Geschwistern und hat uns aufgeklärt. Nur an diesem Tag im Jahr und nur auf diesem Festivalgelände ist es erlaubt und „legal“ zu kaufen, zu rauchen und zu verkaufen! Die Polizei ist nur wegen möglicher Gewaltdelikte vor Ort, nicht wegen dem Weed.
Sonntag, 9. November 2008
Kulturschock - die deutsche Schule und ihr Bazar
Nach dem Basketball-Mittag sind wir (Anil, Lina, Freddie und Johanna) noch nach Kapstadt gefahren. Johanna und Freddie haben wir in der Longstreet abgesetzt und wir, der Rest, sind in die deutsche Schule gefahren. Der Weg dorthin war extrem voll und wir hatten Schwierigkeiten hinzu kommen; es war ja Bazar und der Andrang schien sehr hoch zu sein. Aber wir haben dann doch noch ein Parkplatz gefunden und uns ins Getummel gestürzt.
Das war erst mal ein großer Kulturschock. Warum? Fast 3 Monate Afrika habe ich nun erlebt und ich bin so langsam wirklich in dieses Land und in die Gewohnheiten hinein gewachsen.
Auf diesem Bazar war wirklich sehr viel los, eine Gedränge ohne Ende und viel zu viele Deutsch (aber es ist ja auch die deutsche Schule...). Also haben wir drei uns erst mal durch das Gedränge hindurch geschlängelt um zu Anil`s Freund Phillip zu gelangen, der hier für ein Jahr arbeitet. Da ist uns natürlich auch gleich der Brat- und Bockwurst Stand aufgefallen. Nachdem wir Phillip Hallo gesagt hatten, haben wir uns auch gleich in die Reihe dafür gestellt. Deutsche Bratwurst..... man muss schon gut suchen um hier wirklich leckeres Fleisch zu finden, oder man gibt wahnsinnig viel Geld aus. Naja das Fleisch im Pick ´n Pay ist nicht immer no ansprechend. Und für den Metzger reicht das Geld nicht. Die angebotenen Schafsköpfe am Straßenrand wirken auch nicht so sonderlich ansprechend. Das war also ein Genuss! Doch dann haben wir das Zelt gesehen. Es war wirklich wie in Deutschland - vielleicht sogar wie auf dem Oktoberfest - jedenfalls das Zelt wirkte so. Lina war zu geschockt um hinein zu gehen, doch ich hab mich gewagt. Ich denke, ich hab eine etwas komische Figur abgegeben, wie ich da so in der angetrunkenen und Bier trinkenden Menge stand, die sich einen abgegrölt und getanzt hat, während eine Band (auch deutsche) Lieder geträllert hat. Ich hatte meine Wasserflasche in der Hand und hab mit halb offenen Mund durch die Gegend gestarrt und gestaunt. Es war schon irgendwie komisch, zum einen Teil hab ich mich „heimisch“ gefühlt und zum anderen Teil vollkommen fremd. Heimisch nicht durch die grölende Menge, aber eben durch die vielen Deutschen und alles drum herum (nicht das ihr jetzt denkt ich wäre in Deutschland immer nur an solchen Orten gewesen ;-) ) Aber ich hab so was eben eine lange Zeit nicht mehr erlebt.
Leider war der wirkliche Bazar schon zu Ende, es gab nur noch etwas zu Essen und Trinken, denn wir waren zu spät in Khayelitsha aufgebrochen. Aber nur um das Erlebnis zu haben hatte es sich schon gelohnt. Wir haben dann noch kurz das Schulgebäude angeschaut – dort machen sie gerade eine faszinierende Stuhlauktion. Künstler, aber auch andere Menschen und Klassen habe einfache Stühle zu Kunstwerken gemacht. Es gab Stühle da wurde ein Schachbrett auf die Sitzfläche gemacht, Zeitungsartikel eingelassen, Kuhflecken draufgemalt, es gab einen Prinzessinnenstuhl, einen Waldkönigstuhl und auch einen der zur „Toilette“ umfunktioniert wurde. Es war richtig schön anzusehen, und diese Stühle werden in einer geheimen Auktion versteigert und das Geld gespendet.
Danach saßen wir noch eine Weile bei Phillip im Zimmer und dann ging es auch schon Johanna und Freddie einsammeln und zurück nach Khayelitsha.
Aber über dieses „deutsch“ – Erlebnis haben besonders Lina und ich noch eine Weile geredet.
Das war erst mal ein großer Kulturschock. Warum? Fast 3 Monate Afrika habe ich nun erlebt und ich bin so langsam wirklich in dieses Land und in die Gewohnheiten hinein gewachsen.
Auf diesem Bazar war wirklich sehr viel los, eine Gedränge ohne Ende und viel zu viele Deutsch (aber es ist ja auch die deutsche Schule...). Also haben wir drei uns erst mal durch das Gedränge hindurch geschlängelt um zu Anil`s Freund Phillip zu gelangen, der hier für ein Jahr arbeitet. Da ist uns natürlich auch gleich der Brat- und Bockwurst Stand aufgefallen. Nachdem wir Phillip Hallo gesagt hatten, haben wir uns auch gleich in die Reihe dafür gestellt. Deutsche Bratwurst..... man muss schon gut suchen um hier wirklich leckeres Fleisch zu finden, oder man gibt wahnsinnig viel Geld aus. Naja das Fleisch im Pick ´n Pay ist nicht immer no ansprechend. Und für den Metzger reicht das Geld nicht. Die angebotenen Schafsköpfe am Straßenrand wirken auch nicht so sonderlich ansprechend. Das war also ein Genuss! Doch dann haben wir das Zelt gesehen. Es war wirklich wie in Deutschland - vielleicht sogar wie auf dem Oktoberfest - jedenfalls das Zelt wirkte so. Lina war zu geschockt um hinein zu gehen, doch ich hab mich gewagt. Ich denke, ich hab eine etwas komische Figur abgegeben, wie ich da so in der angetrunkenen und Bier trinkenden Menge stand, die sich einen abgegrölt und getanzt hat, während eine Band (auch deutsche) Lieder geträllert hat. Ich hatte meine Wasserflasche in der Hand und hab mit halb offenen Mund durch die Gegend gestarrt und gestaunt. Es war schon irgendwie komisch, zum einen Teil hab ich mich „heimisch“ gefühlt und zum anderen Teil vollkommen fremd. Heimisch nicht durch die grölende Menge, aber eben durch die vielen Deutschen und alles drum herum (nicht das ihr jetzt denkt ich wäre in Deutschland immer nur an solchen Orten gewesen ;-) ) Aber ich hab so was eben eine lange Zeit nicht mehr erlebt.
Leider war der wirkliche Bazar schon zu Ende, es gab nur noch etwas zu Essen und Trinken, denn wir waren zu spät in Khayelitsha aufgebrochen. Aber nur um das Erlebnis zu haben hatte es sich schon gelohnt. Wir haben dann noch kurz das Schulgebäude angeschaut – dort machen sie gerade eine faszinierende Stuhlauktion. Künstler, aber auch andere Menschen und Klassen habe einfache Stühle zu Kunstwerken gemacht. Es gab Stühle da wurde ein Schachbrett auf die Sitzfläche gemacht, Zeitungsartikel eingelassen, Kuhflecken draufgemalt, es gab einen Prinzessinnenstuhl, einen Waldkönigstuhl und auch einen der zur „Toilette“ umfunktioniert wurde. Es war richtig schön anzusehen, und diese Stühle werden in einer geheimen Auktion versteigert und das Geld gespendet.
Danach saßen wir noch eine Weile bei Phillip im Zimmer und dann ging es auch schon Johanna und Freddie einsammeln und zurück nach Khayelitsha.
Aber über dieses „deutsch“ – Erlebnis haben besonders Lina und ich noch eine Weile geredet.
Makhaza und das Open-Mic
Makahza ist ein Teil von Khayelitsha und mit dem Auto von uns etwa 10 Minuten entfernt. Lala, ein Junge, denn wir auf dem Khayelitsha Festival kennen gelernt hatten hat uns hier her eingeladen. Er hat uns erzählt er würde eine Open-Mic Session organisieren mit einem Basketball Tournier. Erst mal ist er ein unheimlich lieber Kerl gewesen und außerdem wollen wir ja so viel es geht hier herum kommen, also haben wir uns an diesem Samstag auf den Weg dorthin gemacht. Leider waren wir etwas zu spät und haben das open Mic verpasst. Doch das Basketball Tournier war am laufen und es war wirklich gut. Die meisten Spieler waren richtige Riesen und konnten den Ball gerade in den Korb heben. Wir konnten nicht mitspielen, da alle schon als Team gekommen waren. Doch wir konnten uns einen der Bälle schnappen und auf der anderen Seite ein paar Körbe werfen. Das war auch ganz lustig. Danach haben wir dann nur noch zugeschaut. Manche haben richtig fantastisch gespielt und es war eine Freude das mit anzusehen. Auch die Leute da waren wieder unheimlich nett. Einer der Jungs kam zu uns und hat sich einfach vorgestellt und dazu gesetzt und hat uns gesagt er wollt einfach nur zeigen das sie uns nicht ignorieren sondern sich freuen das wir auch da sind. Das war schön.
Am Ende hat Lala dann noch eine kurze Ansprache gehalten. Er hatte das Tournier und alles drum herum mitorganisiert, weil er und seine Jungs die Menschen etwas näher zusammen bringen wollen. Sie wollen, dass man sich untereinander neu oder besser kennen lernt, damit nicht mehr so viel Gewalt und Kriminalität herrscht. Es war für jung und alt. Und besonders denn jungen wollte er zeigen, dass es eine Möglichkeit gibt nicht nur herum zu hängen und da durch vielleicht auf die falsche Bahn zu geraten. Straßentourniere oder ähnliches bringt die Menschen zusammen. Doch hat er auch darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr wichtig ist in die Schule zu gehen und zu lernen, damit man später etwas aus sich machen kann, das hat er auch besonders an die jüngeren gerichtet, die ihm auch sehr aufmerksam zugehört haben. Mich hat diese Ansprache unheimlich beeindruckt. Lala ist auch noch sehr jung, vielleicht 18/19 Jahre alt. Es ist beeindruckend, wie viele junge Menschen sich hier für die anderen und die Zukunft einsetzen und versuchen etwas zu verändern und den jüngeren ein Vorbild zu sein. Und ganz stark mit der HipHop Musik oder solchen Straßenevents versucht man die Kinder von der Straße zu holen. Es war ergreifend, wie ihm alle mit offenen Ohren und Augen gelauscht haben. Dann hat er sich noch bei allen bedankt, die gekommen waren, denn es waren auch welche aus anderen Townships da. Er hat sich sogar bei uns bedankt, dass wir gekommen sind. Ihm war das sehr wichtig, da er damit auch zeigen wollte, dass wir akzeptiert und aufgenommen werden.
Lala und seine Jungs wollen noch weitere dieser Tourniere und Events organisieren und ich hoffe sehr das er uns davon rechtzeitig erzählt, so das wir wieder daran teilhaben können, denn es hat sehr viel Spaß gemacht und war schön auch die Menschen aus Khayelitsha und Umgebung kennenzulernen.
Am Ende hat Lala dann noch eine kurze Ansprache gehalten. Er hatte das Tournier und alles drum herum mitorganisiert, weil er und seine Jungs die Menschen etwas näher zusammen bringen wollen. Sie wollen, dass man sich untereinander neu oder besser kennen lernt, damit nicht mehr so viel Gewalt und Kriminalität herrscht. Es war für jung und alt. Und besonders denn jungen wollte er zeigen, dass es eine Möglichkeit gibt nicht nur herum zu hängen und da durch vielleicht auf die falsche Bahn zu geraten. Straßentourniere oder ähnliches bringt die Menschen zusammen. Doch hat er auch darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr wichtig ist in die Schule zu gehen und zu lernen, damit man später etwas aus sich machen kann, das hat er auch besonders an die jüngeren gerichtet, die ihm auch sehr aufmerksam zugehört haben. Mich hat diese Ansprache unheimlich beeindruckt. Lala ist auch noch sehr jung, vielleicht 18/19 Jahre alt. Es ist beeindruckend, wie viele junge Menschen sich hier für die anderen und die Zukunft einsetzen und versuchen etwas zu verändern und den jüngeren ein Vorbild zu sein. Und ganz stark mit der HipHop Musik oder solchen Straßenevents versucht man die Kinder von der Straße zu holen. Es war ergreifend, wie ihm alle mit offenen Ohren und Augen gelauscht haben. Dann hat er sich noch bei allen bedankt, die gekommen waren, denn es waren auch welche aus anderen Townships da. Er hat sich sogar bei uns bedankt, dass wir gekommen sind. Ihm war das sehr wichtig, da er damit auch zeigen wollte, dass wir akzeptiert und aufgenommen werden.
Lala und seine Jungs wollen noch weitere dieser Tourniere und Events organisieren und ich hoffe sehr das er uns davon rechtzeitig erzählt, so das wir wieder daran teilhaben können, denn es hat sehr viel Spaß gemacht und war schön auch die Menschen aus Khayelitsha und Umgebung kennenzulernen.
Zum ersten und hoffentlich nicht letzten Mal - das Khayelitshafestival
Das gab es dieses Jahr zum ersten Mal hier im Township.
Aufgebaut und stattgefunden hat es in einer großen Halle in Khayelitsha, etwa 5 Minuten entfernt von uns. Es hat gewirkt wie eine kleine Messe. Man ist hinein gekommen in die Halle – nachdem man 3 Mal das Ticket vorzeigen und es dann am Schluss auch noch abgeben musste – und hat einen kleinen Stand neben dem anderen gesehen. Das meiste waren Infostände, wo man aber auch etwas kaufen konnte. Es war alles auf zwei Ebenen aufgebaut, oben war quasi die Empore einmal außen herum und unten dann die eigentliche Halle mit etwa 6-8 Reihen Stände. Auch Baphumelele hatte dort einen Infostand, weshalb wir auch eine Menge Tickets auf Vorrat hatten und keinen Eintritt zahlen mussten.
Die Stände waren sehr unterschiedlich. Anziehsachen, Schütz die Umwelt/Rettet Öl, Segeln, Baphumelele, Kleidungsdruck, Nagel- und Haarstudio, Taschen, Musik, Schmuck, soziale Townshipprojekte... es gab wirklich alles.
Auf beiden Seiten der Halle gab es Ausgänge. Auf der einen Seite war draußen eine riesige Bühne aufgebaut, wie auf einem Konzert, und es sind verschiedene, teilweise hier sehr bekannte Künstler aufgetreten. Auf der anderen Seite gab es Essens- und Getränkestände und es war noch ein kleines Zelt aufgebaut. Dort drunter gab es noch ein paar wenige Stände und eine weitere, etwas kleinere Bühne, wo auch Künstler – unter anderem unser lieber Sim – aufgetreten ist. Es waren wirklich fantastische Vorstellungen!!! Soweit ich mitbekommen habe ist alles auch sehr gut bei den Menschen hier angekommen. Was sehr schön ist, denn solche Sachen können Zukunftsbringen sein für Townships wie Khayelitsha.
Aufgebaut und stattgefunden hat es in einer großen Halle in Khayelitsha, etwa 5 Minuten entfernt von uns. Es hat gewirkt wie eine kleine Messe. Man ist hinein gekommen in die Halle – nachdem man 3 Mal das Ticket vorzeigen und es dann am Schluss auch noch abgeben musste – und hat einen kleinen Stand neben dem anderen gesehen. Das meiste waren Infostände, wo man aber auch etwas kaufen konnte. Es war alles auf zwei Ebenen aufgebaut, oben war quasi die Empore einmal außen herum und unten dann die eigentliche Halle mit etwa 6-8 Reihen Stände. Auch Baphumelele hatte dort einen Infostand, weshalb wir auch eine Menge Tickets auf Vorrat hatten und keinen Eintritt zahlen mussten.
Die Stände waren sehr unterschiedlich. Anziehsachen, Schütz die Umwelt/Rettet Öl, Segeln, Baphumelele, Kleidungsdruck, Nagel- und Haarstudio, Taschen, Musik, Schmuck, soziale Townshipprojekte... es gab wirklich alles.
Auf beiden Seiten der Halle gab es Ausgänge. Auf der einen Seite war draußen eine riesige Bühne aufgebaut, wie auf einem Konzert, und es sind verschiedene, teilweise hier sehr bekannte Künstler aufgetreten. Auf der anderen Seite gab es Essens- und Getränkestände und es war noch ein kleines Zelt aufgebaut. Dort drunter gab es noch ein paar wenige Stände und eine weitere, etwas kleinere Bühne, wo auch Künstler – unter anderem unser lieber Sim – aufgetreten ist. Es waren wirklich fantastische Vorstellungen!!! Soweit ich mitbekommen habe ist alles auch sehr gut bei den Menschen hier angekommen. Was sehr schön ist, denn solche Sachen können Zukunftsbringen sein für Townships wie Khayelitsha.
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