Dienstag, 2. Dezember 2008

World-Aids-Day

1.12.:
Heute war der World Aids Day und natürlich wurde dieser Tag hier in Baphumelele groß gefeiert. Gewalt, Brutalität, Leid und Elend musste vor der Türe bleiben, während in den Räumen der Crèche die fröhliche Feier stattfand.

AIDS:
HIV/Aids ist eine Krankheit, die viel zu viele Menschen dahinraffen lässt. Sie ist scheinbar nicht aufzuhalten.
Doch gibt es auch sehr viele Bewegungen gegen Aids, so kann man auch hier vielerorts die Aids-Schleife sehen, überall gibt es Kondome for free, Magazine, und besonders ich erlebe in Baphumelele durch meine Tätigkeit mit der Medizin, wie viel Tabletten und Sirups es gibt, um diese Krankheit aufzuhalten, sie zu verzögern.
Leider erlebt man viel zu oft, das die Menschen Angst haben sich zu der Krankheit zu bekennen, oder sich einfach nur darauf testen zu lassen.

World Aids Day:
Der World Aids Day – am 1.12. jeden Jahres – wurde von der WHO ins Leben gerufen, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen und um sich dieser bewusst zu werden.

Schon Tage vorher wurde geplant und gemacht, denn nicht nur wir von Baph, auch von einer anderen Einrichtungen, die mit HIV in Berührung kommt, wollte eine Gruppen kommen. Wir Volunteere wurden gefragt, ob wir auch etwas vortragen könnten/würden und eigentlich wollten wir das auch; doch leider hatten wir durch verschiedene Gegebenheiten nicht mehr die Möglichkeit etwas einzustudieren.
Am Montag wurde dann den ganzen Morgen und Vormittag gekocht und vorbereitet, dass um 14:00 dann auch alles bereit sein konnte.
Angefangen hat es mit einem Prayer. Das war richtig schön und sehr emotional. Verstanden haben wir zwar nichts, aber man konnte es innerlich und äußerlich fühlen. Dann wurde gesungen und die Kinder von Baph haben Tänze vorgeführt. Danach kam dann die Gruppe von außerhalb dran. Es ist ein wahnsinns Gefühl was bei solchen afrikanischen Tänzen für Emotionen entstehen. Daraufhin haben beide Gruppen ein kleines Theaterstück aufgeführt, das von HIV gehandelt hat. Danach wurde noch viel gesprochen, gesungen und alle haben getanzt. Unglaublich war wieder mal das Körper- und Rhythmusgefühl der selbst noch sehr jungen Kinder zu erblicken, da wird man richtig neidisch. Wie die sich bewegen, so voller Freude, Überzeugung, innerlichem Gleichgewicht, egal, was draußen oder in ihrem Leben passiert. Heute durften wir Freiwilligen so richtig in die afrikanischen Wurzeln blicken.

1 Kommentar:

ulrike hat gesagt…

Schatz, Deine Blogs sind immer wunderschön zu lesen! Danke!