Donnerstag, 12. Februar 2009

Tamara und ein aufgeloestes Wochenende

Heute moechte ich ein bisschen ueber einen weiteren Aufendhalt im Krankenhaus berichten, denn dieser beschaeftigt mich immer noch. Es ist eigentlich nichts grossartiges passiert, aber trotzdem...und dann noch ein paar Anmerkungen zu den Geschehnissesn am Wochenende in Baph...
Das letzte Wochenende waren wir volunteers ausser Haus, ein wahrlich wunderschoenes Wochenende mit einem Ausflug in eine Naturreserve, aber darueber ein anderes Mal...
Als wir dann am Samstag Nachmittag davon zurueck kamen, erwarteten uns auch schon aufgeloeste Sisis (Careworker). Es habe einen Zwischenfall gegeben und zwei Babies mussten ins Krankenhaus. Da wir ja nicht da gewesen waeren und nicht erreichbar waeren eine Sisi aus dem Babyhaus und eine aus Cluster 2 mit ihnen im Red Cross. Das wr natuerlich ein grosses Drama. Es war am Wochenende, naja eigentlich schon die Tage davor auch, unheimlich heiss und drueckend gewesen; die schlimmsten Hitzewaelle kommen im Februar. Kleine Kinder sind da besonders empfindlich, besonders wenn sie nicht genuegend Wasser bekommen, was wohl hier der Fall war. Also waren zwei total dehydriert und dazu noch Fieber (alles lag natuerlich nicht nur am Wetter aber das hat es doch noch mal bestaerkt). Nun ja, dass war alles ein bisschen bloede, denn wir hatten Tckets fuer das Musical Beauty and the Beast und konnten die Sisis nicht sofort abloesen. Die Loesung und das Ende: Ein Baby, Mahle, hat ein Bett im Long-stay-ward bekommen und das andere Yeyam, durfte mit Antibioticum wieder nach Hause. Also konnten Anil, Allison, Marie und ich in das Musical gehen. Danach war dann noch Remmidemmi auf der Longstreet in Kapstadt und genaechtigt wurde im Backpacker.
Dann waren wir am naechsten Tag noch bissl unterwegs, sind aber nicht alzu spaet am Mittag wieder nach Baph zurueck gekehrt. Schon wieder Aufloesung unter den Sisis und Lina ist mit Nikita wegen Blut in der Windel ins Krankenhaus. Auch Antibioticum und wieder nach Hause. Im Babyhaus war immer noch Aufregung und alle Sisis, auch die aus den Clustern waren da um zu helfen, selbst Mama Rosie kam um zu schauen was denn los waere, denn sie war besorgt. Wir wurden gerufen. Dann sahen wir Asanda, ein schaetungsweise (genaue Daten gibt es nicht) 1 1/2 jaehriges Maedchen. Sie war wirklich vollkommen dehydriert (ausgetrocknet), was besonders darans ehen kann, wenn man am BAuch die Haut ein bisschen nach oben zieht und sie eine Weile braucht um zurueck zu gehen. Normalerweise ist sie da innerhalb von wenigen Millisekunden, hier hat man die Stelle noch ewig gesehen. Ab ins Krankenhaus, auch wenn es Sonntag abend war und ich mich auf einen gemuetlichen Abend gefreut hatte, aber die Gesundheit und das Wohl der Kinder ist nunmal vorrangig hier.
Asanda, sie weigerte sich seit TAgen etwas zu essen und wurde immer schwaecher, dazu kam erhoehte Temperatur udn Durchfall, am Ende hat sie noch angefangen mit Blut im Durchfall....Sie wirkte so unheimlich klein und schwach und aus ihren Augen kam ein so trauriger Blick mir entgegen, da tat mir das Herz wirklich weh. Ich landete im RXH auch sehr schnell im Short-stay-ward S11 im Rehydration Raum A9, wo ich ueber Nacht blieb.
Am naechsten Morgen wurde ich gegen 10am von Lina abgeloest, denn unsere Aerztin war da zur arbeit und ich musste zurueck. Was mit Asanda passieren sollte war noch nicht klar, sie wollten noch auf Ergebnisse warten.
Doch in Baph blieb ich auch nicht wirklich lange. Erst haben wir uns ein paar Kinder angeschaut die irgendwelche Wehwehchen hatten, dann kam Katie und hat mich gebeten mit Tamara ins Krankenhaus zu gehen. Bridget hat mich hingefahren auf dem Weg nach Hause.
im Red Cross musste ich lange in einer ewigen Schlange von Muettern mit ihren Babies/kindern sitzten und warten, alle im Emergency. Doch als ich dann endlich die Doktorin sehen konnte hat sie mich ohen lange zu zoegern nach A9 geschickt, wo auch noch Lina war, die noch eine Nacht da bleiben musste mit Asanda. A9 deshalb, weil auch Tamara keien Fluessigkeit zu sich nehemn wollte und total ausgetrocknet war.
Tamara; sie ist am 25.11.2008 geboren wenn ich mich nicht taeusche, also heute 2 1/2 Monate alt. Doch ist sie auch fast 2 Monate zu frueh auf die Welt gekommen und das ist sehr deutlich. So bringt sie ganze 1.8 kg auf die Wage, besteht sozusagen nur aus Haut und Knochen udn ist unheimlich schwach. Dazu kommt noch, dass sie HIV+ ist, was dem ganzen noch die Krone aufsetzt. Doch ist sie eine kleine Prinzessin. Ein unheimlich zartest Gesicht mit dunklen Augen die dich anschauen, dass man darin versinken koennte. ihre Haende sind elegant und ihre Finger unheimlich lang, auch ihre Fuessse sidn so zierlich. Wenn man sie auf dem Arm, nein eigentlich fast auf der HAnd haelt ist das wie, wenn man nichts traegt, einfach ein kleines Wuermchen. Wir haben versucht ihr Bluta bzunehmen um das zu testen, das war ein riesen Akt, denn wir haben einfach keine Ader gefunden, alles war so klein. Immer wenn wir in eine gestochen haben ist nichts gekommen, letztenendes haben wir dann das Blut aus dem Loch der Nadel heruasgepresst und direkt vom Arm genommen. Einen Trip konnten wir nicht machen, weil man dafuer auch eine Ader braucht an Arm, Hand oder Kopf und es einfach nichts gab. Aber sie hat einen Schlauch durch die NAse in den Magen bekommen, wodurch sie wenigstens die noetigste Fluessigkeit eingefuehrt bekommen hat. Die Nacht kam, Lina neben mir mit Asanda. Ich glaueb ich habe noch nie eine solche Nacht gehabt im RXH. Geschlafen...? etwa 10-20 Minuten im gesamten. Ich konnte einfach nicht, so gross war meine Sorge um die kleine Tamara. Ich bin immer nach ein paar Sekunden wieder hochgeschreckt, weil ich dachte es wuerde etwas passieren oder koennte, wenn ich einnicken wuerde. Ich hielt sie an meine Brust gelegt oder beobachtete sie in ihrem Bettchen, aber an Schlaf war nicht zu denken. Und immer wieder habe ich versucht ihr etwas zu trinken zu geben, aber sie hat verweigert, alles. Nichtmal mit einer Spritze (ohne Nadel, einfach oral) konnte ich ihr etwas in den Mund geben, sie konnte es nicht schlucken und es kam wieder heraus. Aber aufgeben wollte ich nicht. Am naechsten Morgen hatte ich dann selber erstmal nen Zuckerschock oder aehnliches, denn mein Koerper war ueberanstrengt durch das wachen in der Nacht. Lina hat mich dann mit einem Schockoriegel versorgt, was geholfen hat. Fast haette ich noch eine Nacht bleiben muessen - ich haette niemals jemand anderen an ihr Bett gelassen, zuhause haette ich nicht schlafen koennen vor Sorge - doch dann haben sowohl Lina wie auch ich fuer unser Kind ein Bett im Somerset Hospital bekommen, wo das Kind auch alleine bleiben kann und gut versorgt wird.
Ich bin gluecklich wieder zu Hause zu sein, und doch muss ich die ganze Zeit an Tamara denken. Sie ist so winzig und schwach; ich bete zu Gott, dass sie es schaffen wird und die Kraft findet zu kaempfen!

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